Zur rollenden Versorgungsstation wird in diesen Tagen der Vereinsbus der TSVgg Hausen. "Wir wollen jene Häusler und Kleinbracher unterstützen, die in der Corona-Krise auf Hilfe angewiesen sind", sagt Alwin Minnich aus der Führungsriege des Sportvereins. Der 32-Jährige erledigt zusammen mit Marc Lauter und Felix Nöth Einkäufe und Besorgungen für Bedürftige. Ein Anruf genügt. "Zwei Leute, die demnächst auf Hilfe angewiesen sind, haben sich bereits gemeldet", sagt Marc Lauter. "Wir können einkaufen gehen, Getränke holen, zur Apotheke fahren oder den Hund ausführen", sagt der 25-Jährige, der unlängst sein Studium beendet hat und die Jobsuche nun mit dem ehrenamtlichen Engagement verbindet.

"Die Idee, eine offizielle Corona-Hilfe aufzubauen, stammt von Alwin", lobt Vereinsmitglied und SPD-Stadtrat Bernd Czelustek, der einen zusätzlichen Aspekt anspricht: "Feuerwehren dürfen bei keiner Corona-Hilfe dieser Art mitmachen. Wenn sich einer der Feuerwehrleute infiziert, kann er die komplette Besatzung anstecken. Die TSVgg Hausen hat sich schon immer für ihre Mitglieder eingesetzt. Doch diese Form der Hilfe ist etwas Neues", sagt Czelustek .

Da sich die Aufträge (noch) in Grenzen halten, hat Alwin Minnich, der in seinem Beruf in der Bad Neustädter Industrie derzeit Überstunden abbaut, Wolfgang Speyer von der Bad Kissinger Tafel kontaktiert: "Vielleicht können wir in Bad Kissingen umso mehr helfen."

Wie lange die Pandemie noch andauert, kann aktuell niemand vorhersagen. Minnich geht davon aus, "dass noch einige Menschen auf uns zukommen werden." Der Vereinsbus und die Ehrenamtlichen der TSVgg Hausen sind jedenfalls gewappnet und hoffen, möglichst vielen Menschen in und um Bad Kissingen helfen zu können. "Wir helfen da, wo wir gebraucht werden", sagt Minnich.

Kontakt: Alwin Minnich (Tel.: 0171/ 198 90 78) oder E-Mail mit Einkaufsliste an: a.minnich@tsvgg-hausen.de