FC Bad Brückenau - TSV Rödelsee 31:29 (18:15).

Mit dem traditionsreichen TSV Rödelsee gastierte im lang ersehnten ersten Saison-Heimspiel des FC Bad Brückenau ein klangvoller Name des unterfränkischen Handballsports in Römershag. Allerdings befindet sich das Team, das 2016 sogar noch in der 3. Liga spielte, seit ein paar Jahren im Umbruch. Von den "alten Hasen", die die glorreichen Zeiten des TSV Rödelsee auf der Platte miterlebt haben, ist nur Routinier Thomas Endriß übrig geblieben. Er zieht als spielender Coach die Fäden in einem vollständig verjüngten Team. So auch in Bad Brückenau. Viel Tempo brachten die Youngsters aus dem Kitzinger Raum mit. Von Beginn an schien es, als wollte der TSV die wieselflinken Sinnstädter mit deren eigenen Waffen schlagen und über rasante Konter kreuz und quer über das gesamte Spielfeld zum Erfolg kommen. Dieses Konzept ging über weite Strecken der Partie sehr gut auf, vor allem im ersten Durchgang. Aber in den Schlussminuten schwanden bei den jungen Gäste-Akteuren völlig die Kräfte und damit auch die Konzentration. Die TSVler mussten im zweiten Durchgang ständig einem teilweise deutlichen Rückstand hinterherlaufen, kämpften sich aber vier Minuten vor Schluss überraschend wieder auf 29:28 heran. Mit der Zwei-Minuten-Strafe gegen den "Altmeister" Thomas Endriß (57.) ging den Gästen endgültig die Luft aus. Als dann auch noch Fabian Zieser die rote Karte kassierte (59.), hissten die Handballer aus Rödelsee die weiße Flagge. Bei den Sinnstädtern, die im Zusammenspiel noch viel Luft nach oben haben, gab es mehrere Lichtblicke. Zum einen steigerte sich Ersatztorhüter Patrick Krist von Minute zu Minute deutlich und trug mit seinen Paraden zum verdienten Heimsieg bei. Nur bei den insgesamt sieben Strafwürfen der Gäste fehlte Krist ein wenig Fortune. Meistens war er mit den Fingerspitzen am Ball, konnte der Kugel aber nie die entscheidende Richtungsänderung geben. Auch Rückraum-Shooter Simon Dietrich biss sich mit viel Leidenschaft in die Partie hinein und setzte sich immer wieder mit starkem Körpereinsatz gegen die kompromisslos zupackende Deckung der TSVler durch. In Sachen Chancenverwertung müssen sich die FCler erheblich steigern, denn etliche freie Würfe klatschten krachend ans Aluminium oder verfehlten den Kasten deutlich. Da hat man von den Sinnstädtern schon deutlich bessere und vor allem effektivere Offensivaktionen gesehen. Die Bad Brückenauer verpassten so immer wieder die Chance, das Match vorzeitig zu entscheiden. Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (10/2), Michael Müller (6), Nick Schumm (4), Lukas Heil (4), Simon Weiner (3), Tom Schumm (2), Christian Karl (1), Jan Markovics (1).

SG Dettelbach/Bibergau - SG Garitz/Nüdlingen 17:26.

Die Erfolgsserie der SG Garitz/Nüdlingen besteht auch inder Bezirksoberliga weiter. Von Beginn an legten die Gäste gut los, warfen nach nicht einmal drei Minuten eine 3:0-Führung heraus. Wobei das 0:2 aus Dettelbacher Sicht eine Rückkehrerin machte: Anna Kleinhenz, die mit ihrer Schwester Theresa zu Garitz/Nüdlingen zurückgekehrt war. Beide wurden sofort zu Leistungsträgerinnen. Im Verlauf der 1. Hälfte baute der Aufsteiger seinen Vorsprung auf 10:4 aus (20.), wobei neben Anna Kleinhenz mit Milena Schmitt eine Torgarantin der Vorsaison zuverlässig traf. Angesichts der sicheren Führung leisteten sich das Gästeteam eine Schwächephase. Dettelbach/Bibergau kam auf 7:10 heran (25.). Doch dann zogen die Mädels von SG-Trainer Heiko Schober wieder an: 13:8 zur Halbzeit. Die Pause brachte keinen Bruch im Garitz/Nüdlinger Spiel - im Gegenteil. Nun drehte Theresa Kleinhenz mit drei ihrer insgesamt vier Tore im Spiel auf. Nach 45 Minuten stand es 20:10 für die Gäste. Kurios nur die zwei Zeitstrafen für Marina Titt, die kurz hintereinander für jeweils zwei Minuten runterflog. Ein Zeichen großen Einsatzes in der Abwehr. In der Folge schaukelte die SG das Spiel und damit den ersten Saisonsieg locker heim. Laut Co-Trainer Christoph Kunze waren er und Chefcoach Schober mit dem Spiel "recht zufrieden". In der Abwehr habe die SG sehr stark agiert; der Mannschaftsgeist habe definitiv gepasst. "Die Chancen vorne wurden relativ gut ausgenutzt." st Tore für Garitz/Nüdlingen: Milena Schmitt (6/4), Anna Kleinhenz (4), Theresia Kleinhenz (4), Nadja Heer (3), Marina Titt (2), Sarah Zintl (2), Sophie Hippler (2), Carina Bartesch (2), Hanna Mahlmeister (1).

TV Großlangheim - TV/DJK Hammelburg 46:23 (25:11).

Einen gebrauchten Tag erlebten Hammelburgs Damen in Kitzingen. Der völlig indisponierten Abwehr gelang es in keiner Phase des Spiels, gegen die Angriffspower der Grosslangheimerinnen ein Gegenmittel zu finden. Nach zehn Minuten stand es bereits 10:3 für den TV. Schmerzlich vermisst wurde Stammtorhüterin Sandra Fischer. Die Bezirksliga-erfahrenen Kutschera und Saum mit jeweils zwölf Toren fanden stets Freiräume beim Torabschluss über die halblinke und halbrechte Position. Nach 40 Minuten führten die Gastgeberinnen bereits mit 20 Toren (35:15). Ebenfalls wurden die Großlangheimer Kreisläuferinnen immer wieder gekonnt in Szene gesetzt und schlossen erfolgreich ab.spion Tore für Hammelburg: Laura Finke (7/1); Annika Keller (4/1); Nicole Simon (3/2); Tabea Hüfner (3); Lea Schlereth (3); Nicole Schröter (2); Viola Schmitt (1).