Hammelburg Volleys - TSV Grafing (Samstag, 19 Uhr) Das gesamte sogenannte "Passivpersonal" in der Saaletalhalle muss vor dem Spiel getestet werden. Das betrifft alle Helfer, Ballroller, die Disc Jockeys, die Schreiber, den Hallensprecher, Schiedsrichter und eventuell teilnehmende Journalisten - insgesamt etwa 15 bis 20 Leute. Es sei denn, diese bringen ein gültiges, beglaubigtes negatives Testergebnis mit.

Denn bei diesem Heimspiel der Hammelburg Volleys gilt erstmals 2G plus. Alle Teilnehmer müssen also geimpft oder genesen UND getestet sein."2G plus hatten wir so nicht erwartet", gibt Greinwald denn auch zu. In den Wochen zuvor galt 3G, also geimpft oder genesen oder getestet. Doch mit den rasant steigenden Corona-Infektionszahlen sind auch die Einschränkungen stark gestiegen.

Für die Zuschauer bietet der TV/DJK übrigens keine Testmöglichkeiten vor dem Spiel in der Halle an. Das würde den Hammelburger Verein überfordern, so Greinwald. Man gehe davon aus, dass Besucher, die sich das Spiel unbedingt vor Ort anschauen wollen, sich vorher durch einen zertifizierten Test absichern.

Dass viele wegen 2G plus nicht in die Saaletalhalle kommen und sich daheim gemütlich den Livestream anschauen, ist den Verantwortlichen bewusst. "Wir wollen sehen, wie die Zuschauerresonanz unter diesen Bedingungen ist", so der Abteilungsleiter. Man habe auch über Spiele ohne Zuschauer nachgedacht. Doch letztlich sei der Testaufwand dabei auch nicht geringer, als wenn man Zuschauer zulasse.

Teammanager Oliver Wendt sagt: "Wir wollten die Türen dennoch offen halten als wichtiges Signal, dass es weitergeht." In den sozialen Medien habe man auf Testmöglichkeiten in Hammelburg hingewiesen.

Die eigenen Spieler und Trainer werden natürlich vor dem Spiel auch ordnungsgemäß extra getestet. Um die Gäste müssen sich die Volleys-Verantwortlichen nicht kümmern. "Die Mannschaft aus Grafing kommt ebenfalls getestet nach Hammelburg und hatte vor dem Training in dieser Woche unter anderem auch PCR-Testungen vorgenommen", schreibt Oliver Wendt. Damit gehe der TSV auf Nummer sicher. "Das zeigt, wie sehr alle Beteiligten daran interessiert sind, den Spielbetrieb in der Volleyball-Bundesliga aufrechtzuerhalten."

Es scheint also für maximale Sicherheit gesorgt an diesem Samstag in der Saaletalhalle - auch wenn das für Thomas Greinwald und Co. mehr Arbeit bedeutet.

Zum Spiel: Meister Grafing noch nicht wieder richtig in Tritt

Mund abputzen Teammanager Olly Wendt erwartet eine Leistungssteigerung. "Wir sind seit Saisonbeginn an der Tabellenspitze und könnten völlig befreit aufspielen, wobei auch Fehlermachen erlaubt ist, zumal wir teilweise zwei 16-Jährige auf dem Feld haben." Da Mittelblocker Luca Dierks weiter ausfällt, könnte Janick Sill nach seinem Kurzeinsatz gegen Karlsruhe wieder Mittelblocker spielen.

Umbruch Die Grafinger Bären haben nach der letzten Saison, bei denen sie nach 2018 die zweite Meisterschaft feierten, einen Umbruch hinter sich. Nahezu alle Führungsspieler hängten ihre Volleyballschuhe zumindest im semiprofessionellen Umfeld an den Nagel. So formiert sich heuer um den erfahrenen Benedikt Doranth ein Team aus vielen Perspektivspielern, von denen einige aber dem Meisterteam angehörten. Mit Doranth und Marvin Polte fungieren zwei Neue als Trainer. Nach einem überraschenden Auftaktsieg gegen Gotha hatte man zu kämpfen, konnte zuletzt gegen die L-E. Volleys im Tie-Break triumphieren und die rote Laterne an Mainz abgeben. Dabei profitierten die Grafinger auch vom ehemaligen Hammelburger Mittelblocker Johannes Becker, der aus Mimmenhausen kam. olly