FC 06 Bad Kissingen - TSV Großbardorf II 2:2 (1:1). Tore: 1:0 Ervin Gergely (16.), 1:1 Daniel Lurz (25.), 1:2 Dominik Firnschild (73.), 2:2 Arek Porombka (90.). Gelb-Rot: Christian Laus (71., FC 06).
"Den einen Punkt nehme ich gerne mit." Bescheiden trat Kissingens Coach Rüdiger Klug nach dem Spiel auf. Gratulierte fair seinem Trainer-Kollegen Karsten Schilling für eine engagierte Vorstellung. In der Tat, die tief im Tabellenkeller sitzende Bayernliga-Reserve hatte den Kurstädtern schwer zugesetzt. Und stand dicht vor dem Dreier, als Domenik Firnschild nach einer Freistoß-Flanke samt Kopfball-Verlängerung von Pascal Stahl zum 2:1 getroffen hatte.
In Überzahl, weil unmittelbar davor Christian Laus nach einem Tritt gegen Sebastian Köhler die Ampelkarte gezeigt bekam von Schiedsrichter Ali Arslan (Karlstadt). Klug stellte auf Dreierkette um, beorderte den großgewachsenen Innenverteidiger Adnan Hamzic in die Spitze und packte die Hoch-und-weit-Variante aus. Nicht originell, aber effektiv, weil Arek Porombka das Leder nach einem langen Schlag volley versenkte. "Typisch, wenn man unten steht", grämte sich Schilling, dessen Team die Vorentscheidung verpasst hatte bei den Gelegenheiten von Pascal Stahl und des eingewechselten Marco Prediger. Nicht nur da war Philipp Weltz zwischen den Kissinger Pfosten gefordert. Der gute Stellvertreter des verletzten Jörg Schaffelhofer musste früh in der Begegnung auf der Hut sein, weil die Gallier offensiv bemerkenswert gut besetzt waren - trotz der gleichzeitig spielenden Ersten Mannschaft. Allerdings wussten auch die 06-er, wie Sturm- und Drang funktioniert, sodass die 100 Zuschauer eine packende erste Hälfte serviert bekamen. "Wir haben einige Hochkaräter nicht zielstrebig genug zu Ende gespielt. Das hatte in der Vorbereitung besser geklappt", sagte Klug zu den Abschlüssen von Ervin Gergely, Matthias Karch, Christian Heilmann und Arek Porombka. Auf der Gegenseite hatten Christian Wondra, Domenik Firnschild und Daniel Lurz für allerhand Aufreger im FC-Strafraum gesorgt. Getroffen hatten vor dem Wechsel nur Gergely und Daniel Lurz im Nachsetzen. "Gut, dass wir diesen spielstarken Gegner gleich am Anfang hatten", schnaufte Rüdiger Klug ein letztes Mal durch. js
FC 06: Weltz - Hamzic, Wedlich, Limpert, Ament - Laus, Heilmann, Karch (60. Stockerl), Bayer - Gergely, Porombka.

FC Gerolzhofen - TSV Münnerstadt 0:0. Tore: Fehlanzeige.
Das torlose Duell entsprach dem Spielverlauf. Zum einen standen sich im Steigerwaldstadion zwei Gegner gegenüber, die keine Dominanz herstellen konnten. Und die zum anderen überaus ängstlich agierten und keinesfalls als Verlierer vom nicht einfach zu bespielenden Platz gehen wollten. Torgelegenheiten waren so an einer Hand abzuzählen. Die Defensivreihen zerstörten die gegnerischen Angriffsversuche im Ansatz. Vor der Pause hatte der Gast nur eine vage Gelegenheit, doch Michael Knysak verzog auf Vorarbeit von Niklas Markart knapp. Die Gastgeber gingen nach der Pause ein etwas höheres Tempo, doch es fehlte auch ihrem Offensivspiel die notwendige Struktur, um das von Johannes Wolf gehütete Tor großartig unter Dauerfeuer zu nehmen. Die stabile TSV-Deckung war allerdings auch nicht in der Lage, gefährliche Angriffsaktionen zu lancieren. Beide Seiten sehnten in den letzten zwanzig Minuten den Abpfiff herbei, Schadensbegrenzung und die Sicherung des einen Punktes war nun oberstes Gebot. "Gegenüber dem Fuchsstadt-Spiel war unser Auftritt diesmal besser", so Wolf, der sich aber sicher ist, dass am Sonntag beim Derby gegen die 06-er die Angriffsaktionen durchdachter und zielstrebiger vorgetragen werden müssen.
Münnerstadt: Wolf - Müller, Krell, Kanz, D. Mangold (83. Ballner) - Markart, Schmitt (54. Kröckel), May (78. Geis), Kiros, Coprak - M. Knysak.

TSV Bergrheinfeld - FC Fuchsstadt 0:0. Tore: Fehlanzeige.
Auch auf dem engen Nebenplatz fiel kein Treffer, was insbesondere FC-Coach Marius Kubo überflüssig fand. Denn sein Team hatte die weitaus besseren Chancen, doch das Leder wollte einfach nicht über die Torlinie. Vor dem Anpfiff musste der FC-Trainer allerdings noch kurzfristig umstellen, denn Patrick Stöth meldete sich am Mittag mit einer Magen-Unverträglichkeit ab. Nach dem Warmlaufen verlief auch der Abschlusstest beim angeschlagenen Lukas Lieb negativ. Die erste dicke Möglichkeit zum Führungstreffer hatte nach einer Viertelstunde Johannes Feser auf dem Fuß, nach Vorarbeit von Julian Wahler traf er aber nur die Latte. Kurz darauf stand der FC-Torjäger nochmals im Brennpunkt, fand diesmal mit seinem Schuss aus der Drehung im TSV-Keeper seinen Meister. Die Gastgeber, die ausnahmslos mit langen Bällen agierten, scheiterten weitgehend an einer stellungssicheren Gäste-Deckung. Nach dem Seitenwechsel wurde ein Feser-Schuss gerade noch von der Torlinie weggegrätscht, zehn Minuten vor dem Abpfiff blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm, als "Tobi Stöth im Sechzehner elfmetrreif gelegt wurde", so Kubo. sbp
Fuchsstadt: Rottenberger - Luxem, T. Stöth, Thurn, Sauermann - J. Volpert (46. Heinlein), Wolf (68. M. Wahler), Plehn, Bolz, Bold - Feser.