Oberbürgermeister Kay Blankenburg ist Jurist, und als solchem blieb ihm nichts anderes
übrig, als für etwas zu stimmen, was er von Grund auf ablehnt. Die Ausweisung eines Teils der Bahnhofsgaststätte als Spielstätte.
Laut Blankenburg bräuchte die Stadt keinen einzigen Spielautomaten mehr, schon gleich gar nicht außerhalb der Spielbank. "Doch wenn ein Antrag kommt, auf dessen Bewilligung der Antragsteller einen Anspruch hat, dann muss ich das vollziehen", sagte der OB.

Fakt ist, dass der Antrag auf eine Spielstätte im Bahnhof bereits zum x-ten Mal vorlag. Bisher fanden sich stets Gründe, den Antrag abzulehnen. Inzwischen hat der Antragsteller seine Pläne weiter zurückgenommen. Er wünscht nun acht Spielautomaten auf einer Fläche von 90 Quadratmetern. Das zuvor mit eingeplante Fürstenzimmer des Bahnhofs bleibt nun draußen, sodass eine Ablehnung aus denkmalpflegerischen Gründen nicht mehr möglich ist.

Das Bauamt hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass eine Spielstätte in dieser Größenordnung auf einem Bahnhof zulässig ist. Seitens der Stadtplanung und des Ordnungsamtes bestünden keine rechtlichen Gründe, die Genehmigung zu versagen. Dennoch lehnte der Ausschuss den Antrag mit 6:4 Stimmen ab. Wohl wissend, dass das nicht das letzte Wort sein und die Spielstätte auf jeden Fall kommen wird.