Die Freunde sind im Pärchenmodus? Alle haben einen Partner, mit dem sie die Welt entdecken - nur man selbst nicht? Fast jeder hat das schon mal erlebt - als überzeugter Single, nach einer Trennung oder nach dem Tod eines geliebten Menschen. Auch Sonja Heinemann ging das so. "Man fühlt sich allein, ein bisschen ausgeschlossen. Man möchte ja nicht immer nur zu Hause sitzen, sondern etwas unternehmen - aber mit wem?" Diese Frage hat die heute 47-Jährige vor vier Jahren dazu bewogen, eine Wandertour für Singles in der Rhön anzubieten. Sie wurde förmlich überrannt. Heute organisiert sie unter dem Motto "Singles gemeinsam" allerhand Events in ganz Franken - von Adventsmarkts-Besuchen über Kanu-Touren bis hin zum Kochabend.

Was ist bei Ihnen anders als bei den Partner-Portalen im Internet?Sonja Heinemann: Bei "Singles gemeinsam" geht es in erster Linie um die Menschen selbst. Niemand wird in eine Rolle gepresst. Man hat ganz ungezwungen Spaß zusammen, kann seinen Hobbys frönen, ohne dass man dabei unbedingt eine neue Liebe kennenlernen muss. Sollte sich zufällig ein Paar finden, ist das schön, aber ein Nebenprodukt.

Gab es schon solche "Nebenprodukte"?Ja, es haben sich schon einige Paare gefunden. Ich war tatsächlich auch schon auf zwei Hochzeiten eingeladen. Ehemalige Singles, die sich mit knapp 60 auf einer Single-Wanderung kennengelernt hatten, haben kürzlich geheiratet. Ein weiteres Paar ist sich bei einem Tanzkurs begegnet, der aus einer Wandergruppe heraus entstanden ist.