Das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen wurde zum 5. Mal erfolgreich zertifiziert und trägt zur flächendeckenden Versorgung von Schwerverletzten im Trauma-Netzwerk bei.
In Deutschland werden jährlich über 30.000 Patient:innen bei Unfällen schwer- und schwerstverletzt, so das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen in einer Pressemitteilung. Es ist die führende Todesursache der unter 44-jährigen Bevölkerung.
Die Behandlung dieser Patient:innen ist für alle Beteiligten – vom Rettungsdienst über die klinische Versorgung bis hin zur Rehabilitation – eine Herausforderung. Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie hat deshalb das Projekt TraumaNetzwerk DGU ins Leben gerufen, um die Behandlung von schwerverletzten Personen in Deutschland zu verbessern.
Als Teil dieses Netzwerks wurde das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen nun zum 5. Mal erfolgreich zertifiziert. Einen kurzen Moment unaufmerksam und plötzlich hängt das eigene Leben am seidenen Faden. Insbesondere bei schweren Verkehrsunfällen zeigen Betroffene meist Verletzungen mehrerer Körperregionen oder Organsysteme auf, man spricht hier von einem sogenannten Polytrauma.
Bis zu 20 Prozent aller Polytraumata enden tödlich. Eine schnelle, strukturierte Behandlung etwa von Wirbelsäulen-, Bauch- oder Kopfverletzungen kann hier über Leben und Tod entscheiden. Aus diesem Grund ist das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen Mitglied im Trauma-Netzwerk Würzburg-Nordbayern und als lokales Trauma-Zentrum zertifiziert.
Das Trauma-Netzwerk Nordbayern-Würzburg, zu dem das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen zählt, wurde erstmals 2011 zertifiziert. Sinn und Zweck des Netzwerks ist es, eine flächendeckende Versorgungsqualität von Schwerverletzten durch verbesserte Kommunikation, abgestimmte Versorgungsstandards und qualitätsgestützte Kooperation zu gewährleisten. Dadurch wird garantiert, dass Betroffene rund um die Uhr von einem qualifizierten Team versorgt werden. Die Re-Zertifizierung findet nach intensiven Kontrollen und Audits alle drei Jahre statt und wurde in diesem Jahr zum 5. Mal erfolgreich absolviert.
"Das Team hat sich die Re-Zertifizierung mehr als verdient. Es gehört viel Training und Vorbereitung dazu. Wir sind stolz, so ein erfahrenes und kompetentes Team zur Versorgung von schwerverletzten Traumapatienten vor Ort zu haben", lobt Dr. Frank Wanka, Chefarzt der Unfallchirurgie im Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen.
Die Ärzteschaft und das Pflegepersonal absolvieren regelmäßig Hospitationen, Austauschprogramme und gezielte Fort- und Weiterbildungen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und ihre Fertigkeiten zu trainieren. Das TraumaNetzwerk hat einheitliche Vorgaben, Schemata und Leitlinien konzipiert, um zu gewährleisten, dass die Patient:innen überall gleich und auf höchstem medizinischen Niveau versorgt werden.