Der Zustand des insgesamt 30 Kilometer langen Bad Kissinger Radwegenetzes ist in Teilstrecken zumindest kritikfähig. Dies gilt vor allem für die Teilstrecke zwischen Maxstraße und Erhardstraße entlang des Ostrings. Über weite Teile fehlt hier schon seit langem die rote Asphaltschicht. Anfang Mai soll dieser 300 Meter lange Abschnitt eine neue Asphaltdecke bekommen, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte.

Straßenbauarbeiten fallen ebenso wie Arbeiten an straßenbegleitenden Radwegen in unterschiedliche Zuständigkeitsbereiche. Mal ist die Stadt, mal der Landkreis, ein anderes Mal der Staat für deren Unterhalt verantwortlich. Am Ostring ist der Rad- und Gehweg zwischen Stein- und Kapellenstraße Eigentum der Stadt und deshalb auch von der Stadt instand zu halten, wogegen der Ostring selbst eine Bundesstraße ist und somit in der baulichen Verantwortung des Staatlichen Bauamts (Schweinfurt) liegt.

Aus dieser Regelung ergibt sich die Verantwortung der Stadt für den Unterhalt des Radweg-Teilstücks zwischen Max- und Erhardstraße, dessen Zustand "größte Ausbrüche aus der Asphaltschicht" aufweist, wie auch Peter Borst vom Servicebetrieb seit langem schon weiß, weshalb dieser Abschnitt bereits mit dem Zeichen "Vorsicht Straßenschäden" beschildert wurde.

Zwar werden die bei regelmäßigen Straßenkontrollen entdeckten "gravierenden Mängel laufend behoben", indem Löcher mit Kaltasphalt geschlossen werden. Doch auf diesem Teilstück stammt die rote Asphaltdecke noch von der Erstanlage in Mitte der 1990er Jahre. Lediglich im engen Kreuzungsbereich Erhardstraße wurde im Rahmen der Baumaßnahme ein kleines Teilstück erneuert.

Firma beauftragt

Das städtische Referat Tiefbau sei "kontinuierlich bemüht im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel die öffentliche Infrastruktur in einen akzeptablen und verkehrssicheren Zustand zu erhalten", verweist Borst in seiner Stellungnahme auf die engen Grenzen des städtischen Haushalts, weshalb nicht alle notwendig erscheinenden Reparaturen gleich auf Zuruf ausgeführt werden können.

Immerhin wurde schon 2019 für 17 000 Euro die Asphaltdecke auf dem 400 Meter langen Abschnitt zwischen ehemaligem Kasernentor und Pfalzstraße erneuert.

Vor einem Monat wurde die Vertragsfirma Schmitt & Zehe beauftragt, nun auch den Abschnitt zwischen Max- und Erhardstraße wieder instand zu setzen.

Spätestens Anfang Mai geht es los

Mit den Arbeiten soll Ende April, spätestens aber Anfang Mai begonnen werden, informiert Peter Borst. Hier wird der Radweg eine vollständig neue, diesmal aber schwarze Asphaltdecke bekommen.

Die Maßnahme wird mindestens eine Woche dauern, da im selben Arbeitsgang auch noch einige Schächte in der Höhe angepasst werden müssen. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.