Die Reiterswiesener Feuerwehrkapelle hat sich in den letzten sieben Jahren, dank ihres musikalischen Leiters Harald Reinl, zu einem beeindruckenden Klangkörper entwickelt. Aus einfachen Anfängen entstanden, erarbeitete die Kapelle bereits ihr viertes Frühlingskonzert. Mit anspruchsvoller sinfonischer und konzertanter Konzertliteratur zeigte die aus 29 Musikerinnen und Musikern bestehende Kapelle einen erstaunlichen Leistungsstand.

Mit dem Konzertmarsch "Jubelklänge" des Vogtländer Komponisten, Ernst Uebel (1892-1959), gelang ihnen ein prächtiger Einstieg. Dieser bekannte Militärmarsch gilt noch heute als Garant für gehobene Marschmusikliteratur und wird gerne interpretiert. Der abgedunkelte Saal des Reiterswiesener Vereinshauses Krone, die Bühne in dezentes farbiges Licht getaucht, bildete den illustren Rahmen für ein spannendes Konzert.

Johanna Reinl, die fachkundig und charmant durchs Programm führte, verwandelte mit ihren Moderationen das Vereinshaus in ein imaginäres Theater und entführte die Zuhörer in die Welt von Oper und Musical.

Unter dem Motto "Rossini" hatte Walter Tuschla beliebte Melodien aus den Opern "Die diebische Elster", "Semiramis", "Die Italienerin in Algier", "Der Barbier von Sevilla" und "Wilhelm Tell" von Gioachino Rossini zu einem sinfonischen Potpourri zusammengefasst, das bezauberte. Dabei zeigte die Kapelle eine beeindruckende Vielseitigkeit. Präzise in Dynamik, Rhythmus und Tempi interpretierten die Musiker dieses anspruchsvolle Werk, wie auch eine Melodienfolge aus Giuseppe Verdis Opern, akkurat und prägnant zur Begeisterung der Zuhörer. Höhepunkte aus dem Musical "Tanz der Vampire" war ein weiterer Programmpunkt, bei dem die Feuerwehrkapelle ihre sinfonische Ader so richtig ausleben konnte. Dabei überzeugten die Musiker durch einen wunderbaren Wechsel der Melodien zwischen solistischen Passagen und der Übernahme dieser durch alle Register. Dank gut besetzter Register gelang der Kapelle ein bezaubernder Klang.