Die kalte Sophie zeigte sich von ihrer kühlen Seite. Doch das kann einen echten Kneippianer nicht davon abhalten, ins Wasser zu gehen. Zumal dann, wenn Pfarrer Sebastian Kneipp (alias Edmund Seller) höchstpersönlich die Soutane rafft.

Nachdem die Kurgärtnerei die Anlage im Luitpoldpark völlig neu gestaltet und auch der Verein einen nicht unbedeutenden Obolus beigesteuert hat, trafen man sich am Becken, um die Anlage offiziell einzuweihen.


"Etwas ganz Besonderes"

Passend zum mediterranen Flair hat der Verein einen Olivenbaum beigesteuert, der immerhin 1000 Euro gekostet hat. Als die Kurgärtnerei wegen eines Beitrags angefragt hatte, habe der Vorstand sofort zugestimmt, sagte Vorsitzender Anton Seuffert. Er bezeichnete die Bad Kissinger Kneipp-Anlage als etwas ganz Besonderes. "Ich komme viel herum, aber das hier übertrifft alles", betonte Seuffert auch als Lokalpatriot. Gleichzeitig würdigte er die neuen Hinweistafeln, die die Kneipp'sche Therapie ausführlich erläutern.


Gäste sind willkommen

Der Verein trifft sich jeden 2. Dienstag im Monat um 19 Uhr am Becken zum kneippen, zu Gymnastik und praktischen Übungen. Auch die heilsame Wirkung der in der Anlage gepflanzten Kräuter ist ein Thema. "Auch Nichtmitglieder und Gäste sind willkommen", betonte Seuffert.

Der Leiter der Kurgärtnerei, Martin Christ, ging auf die Philosphie ein, die hinter der Neugestaltung steckt. Die - aus der Eifel importierte - Lava, die Sitzgruppe im Stil eines Amphitheaters und die mediterranen Pflanzen sollen an südliche Gefilde erinnern, der Sprudelstein an die belebende Wirkung des Wassers.

Kurdirektor Frank Oette erinnerte daran, dass der Staat viel Geld in die Kuranlagen investiere. Oette sprach von einem sehr gelungenen Werk und dankte - ebenso wie Christ - dem Verein für seinen Beitrag.