Die Bevölkerung in Großenbrach kann an diesem Wochenende ein ganz besonderes Ereignis feiern. Das "Haus der Dorfgemeinschaft" wird nach mehr als zwei Jahren Bauzeit eingeweiht.

Harald Neugebauer, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Großenbrach, erinnert sich noch ganz genau an den Baubeginn: "Am 29. Mai 2012 hat man mit dem Bau angefangen.
An diesem Tag hat die Firma Müller Bau aus Großenbrach die Fundamente gegraben."

Hürden waren zu überwinden

Den Rohbau haben die Großenbracher in Eigenleistung gestellt, wobei es einige Hürden zu überwinden gab, wie der Kommandant der Großenbracher Wehr, Jörg Rumberg, erzählt: "Wir mussten den Alt- und Neubestand zusammenbinden, was größere Abbrucharbeiten notwendig machte. So wurde ein Durchbruch zwischen beiden Gebäudeteilen geschaffen. Aber auch der Giebel musste komplett abgebrochen, das Dach umgedeckt werden. Im Erdgeschoss wurde dann der Innenausbau von uns durchgeführt."

Tatkräftig habe dabei die ganze Ortsbevölkerung geholfen. "Der jüngste Arbeiter auf dem Bau war 17, der älteste 78 Jahre alt" so Neugebauer. Auch die Ortsfrauen seien eingebunden gewesen - sie haben für die Verpflegung der Arbeiter gesorgt. "Die, die nicht helfen konnten, haben sich mit Geld- und Sachspenden beteiligt" meint Rumberg. So habe sich fast jeder der Großenbracher miteingebracht.

Neugebauer ist vom Engagement der Helfenden begeistert: "Man ist ja in Großenbrach gewöhnt, dass alle anpacken, wenn Projekte verwirklicht werden." Aber das Haus der Dorfgemeinschaft habe alle noch mehr zusammengeschweißt. Zum Glück hat es keine Unfälle gegeben.

Gigantisch war die Eigenleistung der Großenbracher. "Mindestens 6200 Stunden haben wir geleistet" sagt Harald Neugebauer, und bei dieser Rechnung sind die Stunden, die zur Verpflegung der Arbeiter aufgebracht werden mussten, noch nicht einmal hineingerechnet. Auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sei in Ordnung gewesen. Natürlich mussten Firmen engagiert werden, wo Eigenleistung nicht möglich war. "Die Zusammenarbeit war super, egal, welches Gewerk - die Firmen waren zuverlässig und schnell" sagt Neugebauer.

Auch Bürgermeister Wolfgang Back (CSU) erklärte, dass das Haus ohne Fördermittel nicht denkbar gewesen wäre. Aber eben auch nicht ohne die Mithilfe der Großenbracher. "Ohne Eigenleistung hätte der Markt die Maßnahme nicht stemmen können." Aber er habe von Beginn an gewusst, dass man sich auf die Tatkraft der Großenbracher verlassen könne.

Wichtig sei ihm bei der Maßnahme auch gewesen, dass sie das Ortsbild verschönert. So laden jetzt ein Brunnen in der Nähe des Hauses der Dorfgemeinschaft und einer dort, wo früher der Löschweiher stand, zum Verweilen ein. Die Bevölkerung sei in die Gestaltung des Platzes miteingebunden gewesen und hätte so eigene Ideen einbringen können. Neben einem Versammlungsort habe Großenbrach nun auch den schönsten Ortseingang im Markt, wenn dieser erst einmal begrünt sei.


Am Samstag ist ab 19 Uhr Festbetrieb, ab 20 Uhr Party und Unterhaltung mit der Live-Band "Soundbox".

Am Sonntag beginnt um 9.30 Uhr der Gottesdienst in der Grotte, bei schlechtem Wetter im Zelt, das beim Haus der Dorfgemeinschaft steht. Anschließend wird das Haus gesegnet, und dann sorgt die Blaskapelle Aschach für die musikalische Umrahmung. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.