Der israelische Dirigent Omer Meir Wellber, 1981 in Be"er Sheva geboren und einer der weltweit gefeierten Dirigenten und Komponisten der jüngeren Generation, leitet am 14. Juni das Eröffnungskonzert des Kissinger Sommers 2019 mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Pianisten Radu Lupu. Ende März gab er in der Hamburger Elbphilharmonie sein Debüt beim hauseigenen NDR-Elbphilharmonie Orchester mit Joseph Haydns Sinfonie Nr. 80, Alfred Schnittkes Concerto grosso Nr. 1 für zwei Violinen, Cembalo, präpariertes Klavier und Streichorchester sowie Peter Tschaikowskys Manfred-Sinfonie op. 58. Vor dem Konzert war kurz Zeit, den Dirigenten nach seiner Karriere, seinen Vorstellungen und seinen Erwartungen an Bad Kissingen zu fragen.

Herr Meir Wellber, wenn man in Ihrer Biographie allein die Gastdirigate der letzten zehn Jahre liest, kann man schnell den Überblick verlieren. Sie haben ja mehr oder weniger bei allen großen Orchestern und in allen großen Opernhäusern gastiert. Und dann liest man: Seit Beginn der Saison 2018/19 ist er Erster Gastdirigent der Semperoper Dresden, ab Juli 2019 Chefdirigent des BBC Philharmonic Orchestra und ab Januar 2020 Music Director des Teatro Massimo in Palermo. Das sind drei Jobs - andere Dirigenten in Ihrem Alter träumen schon nur von einem.