Die Filme der Frühlingsausgabe des Montags-Filmforums im Kino KuK sind eine Liebeserklärung an die alle Grenzen sprengende Kraft der Musik und des Tanzes. Nach der Vorstellung besteht die Möglichkeit zur Diskussion über den jeweiligen Film.

Los geht es am Montag, 14. März, mit dem Dokumentarfilm "Pina - tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren" (Wim Wenders, D/F/GB 2011, 106 Minuten). - "Pina" ist eine Hommage an die große Choreografin Pina Bausch, die kurz vor den ersten Drehaufnahmen im Sommer 2009 unerwartet starb. Entstanden ist eine Liebeserklärung an die Ikone des Modernen Tanzes und ein Werk der Bewunderung für ihre Kunst.

Wie ein Erdbeben waren ihre Choreografien: witzig, verrückt, manchmal verzweifelt, tieftraurig, mit rasend schönen Tänzen. Im Film suchen die Tänzerinnen und Tänzer in vier epochalen Werken im Studio, auf der Bühne, in der Schwebebahn und auch draußen in der Landschaft nach ihr.

Es folgt am Montag, 21. März, "Yesterday" (Danny Boyle, GB 2019, 116 Minuten) - In einer englischen Küstenstadt rammt ein Bus das Fahrrad des jungen erfolglosen Singer-Songwriters Jack Malik (Himes Patel). Er wirbelt durch die Lüfte und verliert das Bewusstsein. Im selben Moment legt ein Stromausfall die ganze Welt lahm.

Bei diesem Blackout verschwindet ein Teil der Musikgeschichte: Die Beatles sind einfach ausgelöscht. Selbst Google findet sie nicht. Und Jacks Beatles-Alben stehen nicht mehr in seiner Plattensammlung. Jack scheint der einzige Mensch zu sein, der sich an die "Fab Four" erinnert. Niemand kennt den Song "Yesterday". Deshalb kann er auch der Versuchung, die Songs als eigene Kompositionen auszugeben, nicht widerstehen.

Zwei schöne Ideen tragen diesen Film: Das Gefühl, dass die Welt ohne Beatles eine ärmere wäre und Jacks gewichtige Rolle, ihr einziger lebender Botschafter zu sein.

Auf dem Programm steht am Montag, 28. März, der Dokumentarfilm "Rhythm Is It!" (Thomas Grube/Enrique S. Lansch, D 2004, 100 Minuten). - 250 Jugendliche aus 25 Nationen, die meisten ohne Berührungspunkte zur klassischen Musik, proben in einer alten Omnibus-Remise in Berlin eine Choreografie zu Strawinskys "Le Sacre du Printemps". Sie alle nehmen am ersten großen Educating-Projekt der Berliner Philharmoniker, ihrem Chefdirigenten Simon Rattle und dem Tänzer und Choreografen Royston Maldoom teil. Sie begeben sich auf eine höchst emotionale Entdeckungsreise in die ihnen fremde Welt der Musik und des Tanzes, um auf verborgene Facetten ihrer Persönlichkeiten zu stoßen. Exemplarisch begleitet die Kamera drei der jungen Schülerinnen und Schüler durch alle Höhen und Tiefen der Proben bis zum Tag der mitreißenden Aufführung.

Am Montag, 4. April, wird "Bach in Brazil" (Ansgar Ahlers, D 2016, 91 Minuten) gezeigt. - Marten Brückling (Edgar Selge), Musikpädagoge und Bachliebhaber aus Bückeburg, tritt mit seinem Euphonium eine Reise nach Brasilien an, um eine wertvolle Handschrift einer raren Bach´schen Partitur persönlich in Ouro Preto abzuholen. Fast schon auf der Heimreise, wird der Musiker von Straßenkindern überfallen. Auf der Suche nach den gestohlenen Noten lernt er eine Gruppe Kinder einer Jugendstrafanstalt kennen, entdeckt ihr musikalisches Talent und unterrichtet sie.

Wie Marten die Begeisterung der Kinder für die Musik Bachs liebevoll hervorlockt und dabei seine eigenen Dämonen überwindet, ist nicht nur ein "Feelgood Movie", sondern auch eine Verbeugung vor Bachs grandioser Musik.

Die Eintrittskarten für die Vorstellungen kosten acht Euro, ermäßigt sechs Euro. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Das Filmforum wird veranstaltet vom Kultur-Packt Schweinfurt und dem Kino KuK, unterstützt von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken. KIM