Millimeterarbeit leistete die Baufirma Hell (Eltingshausen) mit einer Spezialfirma aus dem Allgäu nahe der Bahngleise. Aus drei Modulen setzten die Fachleute einen fensterlosen Zweckbau zusammen. Die Fertigteile wurden per Tieflader aus Süddeutschland angeliefert. Hinter dessen grauer Fassade kommt zukünftig die Computertechnik für eine digitale Steuerung der Saaletalbahn unter. Voraussichtlich Anfang Dezember soll die Anlage in Betrieb gehen.

Elektronische Stellwerke werden auch an den Bahnhöfen in Gräfendorf und Elfershausen errichtet. Dem Bahnhof in Hammelburg kommt bei der Digitalisierung der Strecke aber eine zentrale Rolle zu. Hier wird zu dem unbemannten Betongebäude noch ein temporäres Stellwerk errichtet. Von dort aus wird aus technischen Gründen die Saaletalbahn und der Abschnitt bis Mellrichstadt bedient. Allerdings vorerst nur für ein oder zwei Jahre. Über die künftige Steuerung des Bahnnetzes sei bislang noch nicht entschieden, heißt es bei der Bahn. Bisher werden einige der Abschnitte von Bad Neustadt aus gesteuert.

Unklar ist weiterhin, was mit den alten, museumsreifen Stellwerken passiert, mit denen bisher Schranken und Signale von Hammelburg, Gräfendorf und Elfershausen noch per Seilzügen gesteuert werden. Die alten Stellwerke seien derzeit im Wertstoffprozess der Deutschen Bahn angemeldet. "Hier wird entschieden, ob eventuell Teile noch als Ersatzteile für aktive Stellwerke verwendet werden können oder nicht", teilte die Bahn vor wenigen Wochen mit. Wann die alten Flügelsignale ausgetauscht werden, sei noch nicht genau terminiert. dübi