Wenn die Frankenmeute einmal jährlich im Grabfeld zu Gast ist, dann ist das nicht nur für die zahlreichen Zuschauer ein Highlight, sondern auch für die Reiter selbst. Sie waren wieder aus ganz Deutschland gekommen. Dabei waren es natürlich wieder die Beagles, die oftmals Reiter und Pferd die Schau gestohlen haben. Sie wuselten zwischen den Hufen der Pferde und preschten dann draußen auf den Feldern und Wiesen einer ausgelegten Spur nach. Voran der "Spürhund", dahinter die Meute. Da wurden die Spürnasen der etwa 50 Beagles besonders gefordert

Immer wieder hörte man am Sonntagmittag Jagdhörner, die die verschiedenen Signale von Anhöhen bei Bad Königshofen, am Berghäuschen, nahe Eyershausen und Ipthausen bliesen. Jagdsignale, die für die Jagdreiter und Hundemeuten ihre ganz eigene jagdliche Bedeutung hatten. Wie im letzten Jahr fanden Auftakt und Ende der Jagd im Kurpark statt, wo Bürgermeister Thomas Helbling die Gäste aus Nah und Fern begrüßte.

Er nannte es ein Ereignis, wenn die Frankenmeute seit einigen Jahren nach Bad Königshofen und ins Grabfeld kommt. Dafür sei die Stadt sehr dankbar und auch die Bevölkerung freue sich schon lange vorher auf diesen Tag. Helbling regte allerdings an, wieder künftig, zumindest die Eröffnung des jagdlichen Reitens, am Marktplatz vorzunehmen. Alleine das Ambiente der Altstadt gebe dem dann einen besonderen Rahmen. Schon traditionell gab es zuvor eine gute halbe Stunde jagdliche Musik, bevor die Jagdreiter, vom Festplatz Brügel über die Zeughausstraße kommend am Kurpark eintrafen.

Uwe Hochbrückner sagte den Jagdreitern ebenfalls ein herzliches Grüß Gott. Die Gemeinschaft sprach Uwe Hochbrückner an und sagte, dass alles entsprechend vorbereitet wurde. Dank galt den Perforce Bläsergruppen, die die Jagd sowohl bei der Eröffnung als auch unterwegs und zum Abschluss mitgestalteten. "Wir fühlen uns hier sehr wohl und kommen immer wieder gerne hierher", sagten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Man sei dankbar für die Hilfe der Stadt, aber auch für die Sponsoren, die eine solche Meute-Schleppjagd möglich macht. Dazu gehören neben den Organisatoren die Helfer, die Landwirte, die das Überreiten ihrer Wiesen gestatten und das Bayerische Rote Kreuz, das mit zwei Rettungsassistenten im Rettungswagen und einer Notärztin die Absicherung übernommen hatte.

Horrido und Halali

Schon traditionell schallte dann ein dreifaches Horrido auf die Stadt Bad Königshofen und einen guten Jagdverlauf über die Kuranlagen, bevor die Jagdgesellschaft zur Jagd aufbrach. Hier gab es Anforderungen mit festen Hindernissen in hügeligem Gelände auf einer Strecke von rund 20 Kilometern. Die führte von der Trink- und Wandelhalle zunächst in Richtung Unteressfeld, dann zur Merklach und zum Berghäuschen. Hier wurde eine Mittagsrast eingelegt.

Der Weg führte über die Fränkische Saale, die Fluren mit den Silhouetten von Bad Königshofen, Gabolshausen und Unteressfeld. Am Nachmittag sah man die Jagdreiter bei Ipthausen, wo die sogenannte Abschlussschleppe (Halali) vor zahlreichen Zuschauern stattfand. Es war dabei wieder ein imposantes Bild, als die Jagdgesellschaft, die Hundemeute voraus, über Wiesen und Gräben an der Wallfahrtskirche vorbei preschte, die Pferde Hindernisse übersprangen und man anschließend gemeinsam zum Currée zur Trink- und Wandelhalle ritt. Dort bekam die Beaglemeute ihren verdienten Pansen.

"Wir freuen uns schon auf das kommende Jahr.... schön, dass Bad Königshofen ausgewählt wurde... es ist eine Super Veranstaltung... Pferde, Reiter und vor allem die Beagle Meute begeisterten uns...", sagten Gäste. Die Stadt habe "ein Herz für Jagdreiter." Die Reiter selbst lobten die Organisation und die herrliche Gegend im Grabfeld, die zum Reiten ideal sei. "Es war eine anspruchsvolle, aber wunderbare Strecke", sagten sie. Die Gäste waren sich einig, dass man immer wieder gerne kommen wird. In diesem Jahr war der Erlös für die Aktion "Sternstunden" des Bayerischen Rundfunks, weshalb auch ein Fernsehteam gekommen war.