Nachdem am 23. Juni am Ortsausgang von Winkels, Richtung Nüdlingen, ein Linienbus am Straßenrand in Brand geraten war, nahm die Polizei Ermittlungen wegen eines technischen Defekts auf. Diese sind jetzt abgeschlossen, heißt es vonseiten der Polizeiinspektion Bad Kissingen.

Zum Glück befanden sich die 35 Schülerinnen und Schüler, die an jenem Tag in dem Fahrzeug von der Schule aus nach Hause unterwegs gewesen waren, bei Ausbruch des Brands schon draußen in einiger Entfernung in Sicherheit, wie Polizei und Feuerwehr vermeldet hatten.

Die Eltern von drei Kindern, die in dem Bus saßen, waren tags darauf jedoch bei der Polizei vorstellig geworden und hatten erzählt, dass ihre Kinder schon bei Abfahrt des Busses aus der Bad Kissinger Innenstadt den Geruch von Kraftstoff wahrgenommen hätten.

Die Polizei vernahm einige Tage später eine dieser Mütter und startete einen öffentlichen Aufruf, dass sich weitere Eltern bei der Inspektion melden mögen. "Es hat sich aber niemand bei uns gemeldet", sagt am Donnerstag der stellvertretende Bad Kissinger Dienststellenleiter Thomas Baumeister im Gespräch mit dieser Redaktion.

Recherchiert hat die Polizei zudem, laut Baumeister, dass eines der Kinder, die im Bus saßen, eine "leichte Rauchgas-Vergiftung" hatte und "zur Überwachung" ins Krankenhaus gekommen sei. Dem Kind gehe es wieder gut, sagt Baumeister.

Was die Ermittlungen wegen eines technischen Fehlers am Bus angeht, habe sich nichts erhärten lassen. Geprüft wurde unter anderem, ob der Bus überhaupt fahrtauglich war. Nach Angaben des stellvertretenden Polizeichefs sei ein Gutachter eingeschaltet gewesen. Festgestellt wurde, dass die letzte Hauptuntersuchung an dem Fahrzeug erst im Mai dieses Jahres vorgenommen wurde. Baumeister: "Es gibt keinerlei Hinweise auf einen massiven technischen Defekt."

Auch die Busfahrerin war nach dem Unglück von der Polizei befragt worden. Sie habe sich vorbildlich verhalten, weil sie die Mädchen und Buben sofort aussteigen ließ, hatten Feuerwehr und Polizei gesagt. "Es liegt kein Verschulden der Busfahrerin vor", bestätigt Baumeister diese Aussage von damals. Die Polizei wird die Ermittlungsergebnisse demnächst an die Schweinfurter Staatsanwaltschaft übergeben. Dort wird, laut Baumeister, geprüft, ob der Fall weiter untersucht oder eingestellt wird. Isolde Krapf