Nach außen machten der Braveheartbattle und seine Brüder lange Zeit einen gesunden Eindruck. Das Konzept, Menschen mit dem Bedürfnis, sich körperlich zu verausgaben, auf eine Laufstrecke mit Hindernissen zu schicken, die sportlich herausfordernd, aber eben auch bunt und unterhaltsam ist, fand über Jahre öffentlichkeitswirksamen Zulauf. Trotzdem scheint es nicht nur sportliche, sondern auch wirtschaftliche Hürden gegeben zu haben. Die zwangen den Veranstalter, die PAS-Team Ltd. aus Bad Kissingen, jetzt dazu, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Joachim von Hippel, Director der PAS-Team Ltd., war am Montag nicht für eine Stellungnahme zur Insolvenz zu erreichen. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte den Antrag aber auf Anfrage. Mit ein Grund dafür, dass der Schritt notwendig wurde, sei ein Vorgang im nordhessischen Trendelburg. Dort hatte das Unternehmen nach Angaben der Sprecherin bereits viel in die dritte Auflage einer Veranstaltung mit dem Titel Dragonheartbattle investiert, den Lauf aber nach Konflikten mit der Stadt Trendelburg kurzfristig absagen müssen.

Sie gehe aber davon aus, dass der für März terminierte Braveheartbattle bei Bischofsheim stattfinden könne. Dieser Extrem-Hindernislauf mit vierstelligen Teilnehmerzahlen und sein gleichnamiger Vorläufer in Münnerstadt hatten das Unternehmen über die Region hinaus bekannt gemacht.


Anwalt muss erst sortieren

Sehr gespannt, ob der Braveheartbattle stattfinden kann, ist auch Georg Seiffert. Als Bürgermeister von Bischofsheim, auf deren Gebiet der nächste Lauf für 10. März 2018 geplant ist, will er bald wissen, ob das Unternehmen "finanziell und organisatorisch" in der Lage ist, den Lauf auszurichten.

Viel Konkretes erfährt er von den handelnden Personen bis jetzt aber nicht. Seiffert hatte von Hippel bis Montagnachmittag nicht erreicht. Die PAS-Team-Pressesprecherin konnte über ihre Annahme hinaus, der Lauf werde stattfinden, auch nicht viel Konkretes sagen. Und der vom Amtsgericht Schweinfurt als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzte Anwalt Peter Roeger (Würzburg) steht noch ganz am Anfang. "Ich muss erst einmal sortieren", erklärte er auf Anfrage, bevor er über die Gründe für die Insolvenz etwas sagen könne und darüber, "wie es weitergehen kann". Die Zahl der von der Insolvenz im Unternehmen unmittelbar betroffenen Personen ist gering. Außer Joachim von Hippel selbst sei das nur noch eine Person, so der Rechtsanwalt. Darüber hinaus habe das Unternehmen nur projektbezogen freie Mitarbeiter. Siegfried Farkas