Frühlingsarbeiten mussten wegen Frost und schlechter Witterung immer wieder aufgeschoben werden. Jetzt hofft Bauhofleiter Stefan Sluzar, dass in dieser und den nächsten Wochen das Wetter halbwegs mitspielt. Im gesamten Stadtgebiet sollen die Wege und Spielplätze schnell wieder hergerichtet werden.

Begonnen wurden die Bauhofmitarbeiter am Damm. Dort haben der Winter, aber auch der Braveheartbattle Spuren hinterlassen.
Überhaupt sind es die Straßen und Wege, denen der ständige Wechsel von Frost und Tauwetter in diesem Jahr besonders zugesetzt hat. "Wir sind dabei, die gröbsten Gefahrenstellen zu beseitigen", sagt Sluzar. Besonders schlimm sei in diesem Jahr der Zustand der Ortsverbindungsstraßen von der Fridritter Kreuzung nach Fridritt und von Wermerichshausen nach Seubrigshausen. Die alten Straßen seien für die Belastungen durch den heutigen Verkehr seien nicht gebaut.Doch Sluzar weiß: "Rausreißen kann keiner bezahlen". Also wird geflickt.
Ein Bauhofteam kümmert sich aktuell um die Schotterwege im gesamten Stadtgebiet. Da gibt es alleine in der Kernstadt einige. Die Spazierwege entlang des Hochwasserdamms erfordern die besondere Aufmerksamkeit. Denn hier geht es nicht nur darum, dass die Spaziergänger ein ordentliches Naherholungsgebiet vorfinden, sondern auch um die bestmögliche Pflege des Dammes als Schutzeinrichtung.

Im Winter musste der dichte Bewuchs zurückgenommen werden, damit Wurzelwerk nicht den Dammaufbau beschädigen kann. Jetzt werden die Wege so abgeschoben, dass sich dort kein Stauwasser bildet und bei Regen abfließt. Danach wird eine dünne Schotterschicht aufgezogen. Am Musikschulweg hat man bereits vor Ostern die Löcher im Weg geflickt. Und so geht es in den nächsten Wochen weiter - von Stadtteil zu Stadtteil."Ein Ortsteil nach dem anderen wird abgearbeitet", erklärt Sluzar. Im Bauhof gibt es einen genauen Plan, wo in welcher Reihenfolge welche anstehenden Arbeiten angegangen werden. Diese Regelung hat sich nach Meinung von Stefan Sluzar bewährt. Es sei ein Rundlauf ähnlich wie beim Winterdienst, erklärt er. "Die Organisation ist nicht einfach, aber Sluzar hat Spaß daran. "Dies ist eine Herausforderung für mich", sagt der Bauhofchef und erwähnt, dass die Stadt mit 95 Quadratkilometern Ausdehnung Unterfrankens größte und Bayerns zweitgrößte Flächengemeinde sei. Da gebe es Arbeit ohne Ende.

Auch die Spielplätze müssen in den nächsten Tagen und Wochen systematisch auf Vordermann gebracht werden. 29 sind es im gesamten Stadtgebiet. Derzeit läuft die jährliche Hauptuntersuchung. "Da wird wirklich jede Schraube nachgeschaut", sagt Sluzar.

Aber auch himmelwärts werden die Spielplätze genauer angeschaut. Es muss sicher sein, dass keine morschen Äste von den Bäumen fallen und Kinder verletzten könnten. Die Kinderspielplätze beschäftigen den Bautrupp aber das ganze Jahr über. Neben der großen Kontrolle im Frühling gibt es eine weitere gründliche in jedem Vierteljahr. Und wöchentlich wird ein Blick auf die Anlagen geworfen, damit keine Scherben und Abfälle dort herumliegen und gröbere Schäden sofort behoben werden.

Und jetzt steht natürlich auch noch die Pflege der Grünanlagen an - wenn es dann doch einmal Frühling wird. "Es gibt jetzt keinen Schnee mehr..." beschwört Sluzar. Den kann er nun wirklich nicht mehr gebrauchen.