Der 2. und 3. Bürgermeister der Marktgemeinde, Wolfgang Rützel (WGP) und Volker Röder (FWV), dürfen in Zukunft im Standesamtsbezirk Maßbach auch bei Trauungen Bürgermeister Matthias Klement (CSU) vertreten. Die Verbandsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Maßbach muss allerdings erst noch zustimmen. Zwölf Mitglieder des Marktgemeinderates stimmten für die Bestellung der beiden neuen Standesbeamten, ein Mitglied dagegen. Wolfgang Rützel und Volker Röder waren befangen und durften an der Beratung und Abstimmung nicht teilnehmen.

Auf Lebenszeit gewählt

In der ersten Sitzung des Marktgemeinderates nach der Sommerpause wurden auch drei neue Feldgeschworene für den Ortsteil Volkershausen vereidigt. Es sind dies Diethart Seith, Albin Wehner und Lukas Frank. Bürgermeister Matthias Klement belehrte sie über ihre Pflichten und nahm ihnen den Eid ab. "Feldgeschworene bekleiden eines der ältesten kommunalen Ehrenämter, sie werden auf Lebenszeit gewählt und vereidigt. Heute sind ca. 27 000 Feldgeschworene in Bayern, insbesondere in den fränkischen Landesteilen tätig", heißt es dazu auf der Internet-Seite des bayerischen Staatsministeriums für Finanzen und Heimat. Im Juni hatte die Marktgemeinde eine Förderzusage für den geplanten Kinderhort in Poppenlauer bekommen und den Bau endgültig beschlossen. Das Architekturbüro Seufert erstellt im Auftrag der Marktgemeinde nun die Baueingabeunterlagen. Dazu werden statische Untersuchungen und ein Brandschutznachweis verlangt. Diese Arbeiten wurden an ein Hammelburger Büro vergeben. Sie sollen bis zur Sitzung Mitte Oktober abgeschlossen sein.

Die Steuerungsanlagen in der Wasserversorgung des Ortsteils Poppenlauer müssen erneuert und umgerüstet werden, da die bestehenden Anlagen älter als 15 Jahre alt und keine Ersatzteile mehr zu bekommen sind. Die einstimmig genehmigten Arbeiten und Lieferungen kosten 96 800 Euro, 98 000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen.

Der Diakonieverein Lauertal beantragte einen Betriebskostenzuschuss für das Erhard-Klement-Haus in Höhe von 5100 Euro. Er wurde einstimmig gewährt. Die Musikvereine Poppenlauer und Rannungen beantragten für ihr Projekt "WIM - wir musizieren", das seit einigen Jahren an der Grundschule in Poppenlauer läuft, einen Zuschuss von 3000 Euro. Er wurde ebenfalls einstimmig genehmigt.

Wie fast immer standen zahlreiche Bauangelegenheiten auf der Tagesordnung des Marktgemeinderates. In der Johann-Schneiderstraße soll ein neues Wohnhaus mit Einliegerwohnung entstehen. In der Kellergasse soll eine Scheune erneuert und werden und zukünftig als Carport dienen. Ein Wochenendhaus im Wochenendhausgebiet Schalksberg soll zwei Nebengebäude und eine Doppelgarage bekommen. In der Straße an der Centleite soll ein Bungalow entstehen. Der Marktgemeinderat erteilte in allen Fällen sein Einvernehmen und erteilte die erforderlichen Befreiungen wegen Abweichungen von den Bebauungsplänen.

Für eine in der Bäckergasse geplante Sanierungsmaßnahme mit der Neugestaltung einer Hochfläche und Neuerrichtung eines Treppenaufgangs an einem Nebengebäude hatte der Bauherr einen Zuschuss entsprechend des Förderprogramms zur Sanierung des Altortes Maßbach beantragt. Die vorläufig ermittelte Förderung beträgt 3354 Euro. Sie wurde einstimmig genehmigt.

Der Atemluft-Kompressor der Freiwilligen Feuerwehr Maßbach ist defekt und eine Reparatur nach Angaben des Gerätewartes unwirtschaftlich. Ein neues Gerät würde 17 300 Euro kosten. Die Gemeinde kann aber einen gebrauchten Kompressor von der Feuerwehr Bad Staffelstein für 6500 Euro bekommen, für Umrüstung und Schulung fallen nochmals 1500 Euro an.

Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung einstimmig dem Kauf des gebrauchten Gerätes zu. Die Hoffnung, dass die Gemeinde Rannungen sich mit einem Zuschuss in Höhe von 1395 Euro (entsprechend ihrer Einwohnerzahl) an dem Kauf beteiligt, erfüllt sich allerdings nicht, denn am selben Abend hatte der dortige Gemeinderat einstimmig beschlossen, dass die Rannunger Feuerwehr ihre Pressluftflaschen weiterhin im Atemschutzzentrum in Oberthulba füllt. Zwei Rannunger Gemeinderäte, die selbst aktive Feuerwehrleute und Atemschutzträger sind, konnten ihre Gemeinderatskollegen davon überzeugen, dass es für die Feuerwehr günstiger sei, es bei der alten Regelung zu belassen. In Oberthulba müssten die Geräte sowieso gewartet und gereinigt werden.