Man nehme: ein bürgerliches Wohnzimmer im England der 1940er mit fünf Ausgängen: zum Hauseingang, hinauf ins Treppenhaus, in die Küche, in den üppigen Garten und dazwischen ein geräumiger Wandschrank für Klamotten und diverse menschliche Wesen. Weiterhin: neun Schauspieler aus der Riege derer, die wie Orchestermusiker den Rhythmus einer Farce aufnehmen und bis zum Ende durchhalten können. Und (erstaunlicherweise): eine eigentlich schon ziemlich alte (75 Jahre) Boulevardkomödie, die am Ende des 2. Weltkriegs Soldaten und Zivilbevölkerung in England bei Laune halten sollte, von Philip King, damals Truppenangehöriger, Ex-Schauspieler und noch recht erfolgloser Dramatiker. Heraus kamen "Lauf doch nicht immer weg!", das diesjährige Sommervergnügen auf der Freilichtbühne des Fränkischen Theaters Schloss Maßbach, und zweieinviertel Stunden reines Vergnügen für die Zuschauer.