Vier Fahrzeuge der Ukraine-Hilfe Münnerstadt mit acht Helferinnen und Helfern waren am Osterwochenende wieder unterwegs an die Ukrainische Grenze, um zum 6. Mal Hilfsgüter abzuliefern, darunter 50 selbst zusammengestellte "Überlebenskisten", bestehend aus haltbaren Lebensmitteln, Verbandsmaterial, einfachen technischen Hilfsmitteln, einigen Süßigkeiten, sowie einer Decke und einem kleinen Kuscheltier. Gedacht sind diese Dinge für ein Leben in Erdbunkern und Kellern, worauf sich leider viele Menschen in der Ukraine einstellen. Außerdem ist wieder viel medizinisches Material dabei.

Reinhold Heppt, der die Fahrt organisiert hatte, rechnete mit der Mitnahme von 15 bis 20 geflüchteten Menschen nach Münnerstadt. Für die Flüchtlinge waren bereits private Unterkünfte reserviert. Danach musste man bei der Ukraine-Initiative erstmal einige Tage durchatmen, auch um die bisherigen Erlebnisse zu verarbeiten. Die Sammelstelle am Stenayer Platz war diese Woche geschlossen. Das neu geschaffene Depot für die Erstversorgung von Flüchtlingen in Münnerstadt im alten BBZ wird noch fertig eingerichtet und soll ab Mai regelmäßige Öffnungszeit erhalten. Es ist vorgesehen, den Betrieb weiterhin ehrenamtlich zu betreuen.

Feste Gruppe Ehrenamtlicher

Inzwischen hat sich durch die Verteilung von speziellen Aufgaben eine Verantwortlichen-Gruppe gebildet, die mit einer großen Schar Helferinnen und Helfer die Initiative am Laufen hält. Das sind Reinhold Heppt, der für die gesamte Infrastruktur der Initiative verantwortlich zeichnet, Tanja Verholen für die Wohnversorgung, Anja Heide für soziale Betreuung, Marco Seller für logistische Fragen, Hartmut Hessel für das Sammeln und Lagern der Sach- und Geldspenden, sowie Wilfried Heppt, der die Buchhaltung erledigt. Gemeinsam mit Stadtverwaltung und Bürgermeister Michael Kastl wird versucht, den Menschen aus dem Kriegsgebiet und auch dort vor Ort wieder ein Stückchen Hoffnung und Sicherheit zu geben.

Gleich zwei Spendenaktionen

Überraschend und gleichzeitig herausragend waren zwei Spenden über je 500 Euro am Gründonnerstag von Theresia Kiesel und Diana Erhard aus Münnerstadt. Beide haben Deko-Artikel für die Osterzeit hergestellt und sie für großherzige Spenden angeboten. Diana Erhard fertigte Oster-Dekoration aus Naturmaterialien und Theresia Kiesel häkelte und strickte "was das Zeug hielt", von kleinen Osterhasen bis zu Mützen und Pullovern.

Die 1000 Euro stocken das Gesamtvolumen des Budgets für die Münnerstädter Ukraine-Hilfe auf bald 70.000 Euro auf. Davon wurde inzwischen gut die Hälfte für die humanitären Hilfeleistungen ausgegeben.

Spendenkonto läuft weiter

Schlimme Nachrichten aus dem geschundenen Land lassen erahnen, dass weitere Hilfe benötigt werden wird. Das Spendenkonto bei der Stadt Münnerstadt besteht weiter: IBAN DE 49 7935 1010 0000 2020 28, BIC: BYLADEM1KIS Kennwort: UKRAINE-HILFE MÜNNERSTADT.