Der CSU Ortsverband Thundorf existierte seit dem 19. Juni 2016, der letzten Ortshauptversammlung mit Neuwahlen nur noch auf dem Papier. Dabei hatten die Mitglieder den 2013 erstmals zum Vorsitzenden gewählten Egon Klöffel (Bürgermeister von 2014 bis 2020) im Amt bestätigt.

Es begann die Zeit ohne jegliche Aktivitäten und damit verbunden eine Schrumpfung der Mitgliederzahl. Anders als in der Vergangenheit wurde der Ortsverband selbst bei den Kommunalwahlen im März diesen Jahres außen vorgelassen. Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl kam deshalb für viele nicht überraschend. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr (50 Jahre) war der Tiefpunkt erreicht. Alternative zur Auflösung des Ortsverbandes war die Suche nach einem neuen Vorsitzenden verbunden mit Neuwahl des Vorstands.

Diese Neuwahlen fanden im Feuerwehrschulungsraum in Thundorf statt. Neuer 1. Vorsitzender wurde Moritz Dekant (Rothhausen), sein Stellvertreter Hubert Back, Schatzmeister weiterhin der 91-jährige Gustav Braun. Anton Bauernschubert (alle Thundorf) übernahm wieder das Amt des Schriftführers. Der Vorstand wurde komplettiert mit den Beisitzern Gerhard Heilmann, Stefan Saal, Philipp Bauernschubert (alle Thundorf) und Gerhard Kirchner (Theinfeld). Kassenprüfer sind Martin Borst und Siegfried Schmitt (beide Theinfeld).

Begrüßung und Leitung der Versammlung übernahm Ehrenvorsitzender Anton Bauernschubert. Der bisherige Vorsitzende Egon Klöffel war nicht dabei und hat inzwischen auch seine Mitgliedschaft gekündigt.

Neun der nur noch 14 Mitglieder des Ortsverbandes waren zur Versammlung gekommen. Schatzmeister Gustav Braun wurde nach seinem Kassenbericht erneut eine gute Kassenführung bestätigt. Bei der Aussprache machten einige Mitglieder ihren Unmut Luft über die Entwicklung des Ortsverbandes in den letzten sieben Jahren. Unverständnis herrschte auch über die Tatsache, dass Egon Klöffel ohne jegliche Einbindung des Ortsverbandes beziehungsweise Ortsvorstandes wieder für die CSU-Kreistagsliste nominiert wurde.

Junge Mitglieder gewinnen

Bürgermeisterin Judith Dekant hielt es für besonders wichtig, dass sich der CSU-Ortsverband zukünftig wieder in die Gemeindepolitik einbringt. Wünschenswert sei es, dass dabei alle drei Gemeindeteile zum Wohle der Gemeinde eingebunden werden. Leider sei ihr das bei der Besetzung der weiteren Bürgermeisterposten zu Beginn der neuen Amtsperiode nicht gelungen, weil das Votum des Gemeinderates anders ausfiel. Erstrebenswert und wichtig sei es auch, so Judith Dekant, vorallem junge Mitglieder zu gewinnen, die in Zukunft die Gemeindepolitik mitgestalten können.

Der neugewählte Vorsitzende Moritz Dekant sagte, die Neuwahl sei eine Chance den OV Thundorf am Leben zu erhalten Bei einer ersten Vorstandssitzung sollen schon bald die Weichen für eine bessere Zukunft des Ortverbandes gestellt werden.