Gemeinderätin Melanie Alsdorf (WGR) aus Rothhausen hat mitgeteilt, dass sie ihr Mandat aus privaten und beruflichen Gründen zum 30. November niederlegen wird. Gemäß des Gemeinde- und Landkreiswahlgesetzes (GLKrWG) kann eine gewählte Person die Übernahme eines Amtes ablehnen oder das Amt niederlegen.Der Listennachfolger für den Gemeinderat Thundorf ist Robert Peuker (Rothhausen), der bei der Kommunalwahl insgesamt 472 Stimmen bekam. Die Vereidigung des neuen Gemeinderates erfolgt in der Dezembersitzung. Für ihre Bereitschaft und das gezeigte Engagement zollte Bürgermeisterin Judith Dekant Melanie Aldorf großes Lob und wünschte ihr für die Zukunft alles erdenklich Gute.

Allianzmanagerin zu Besuch

Die Corona Pandemie hat in diesem Jahr auch in den Kommunen für manches Durcheinander gesorgt. So kam es in Thundorf noch nicht dazu, dass sich die Interkommunale Allianz "Schweinfurter OberLand" dem neugewählten Gemeinderat vorgestellt hat. Der Allianz gehören neben Thundorf auch Rannungen, der Markt Maßbach, der Markt Stadtlauringen, die Gemeinde Üchtelhausen und die Gemeinde Schonungen, an. Nach anfänglichem Sitzwechsel, abwechselnd in allen sechs Mitgliedsgemeinden, wurde dieser seit 1. Juni diesen Jahres in Schonungen nun fest installiert. Diese längst fällige Vorstellung fand nun im Rahmen der Gemeinderatssitzung in der Festhalle Thundorf durch die Allianzmanagerin Hannah-Rabea Grübl, seit April 2018 im Amt, statt.

In ihrer Präsentation zeigte Grübl eine Übersicht, warum die interkommunale Zusammenarbeit, also integrierte Ländliche Entwicklung so wichtig für die Gemeinden ist. Anschließend ging die Allianzmanagerin näher auf das Allianzgebiet "Schweinfurter OberLand" und dessen Organisationsstruktur, sowie der bisherigen Projekterfolge, ein. Da es auch Fördermöglichkeiten in der Allianz gibt, war das Regionalbudget und das Förderprogramm "Investitionen zur Innenentwicklung" und die Fertigstellung des ILEK (Interkommunales Ländliches Entwicklungs Konzept) ebenfalls ein Thema, auf das sie näher einging.

"Gemeinsam stärker"

Nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stärker" schließen sich immer mehr Gemeinden freiwillig in einer integrierten Ländlichen Entwicklung zusammen, so Grübl. Die Gründe sind die ländlichen Kommunalen Finanzlagen, Auswirkungen des demografischen Wandels, die rückläufigen Bevölkerungszahlen, die geringe Auslastung der Infrastrukturen und die Änderung auf die veränderte Altersstruktur.

Die Anfänge der Allianz "Schweinfurter OberLand" gehen auf das Jahr 2003 mit den Gemeinden Schonungen, Stadtlauringen und Üchtelhausen zurück. 2009 wurde das Allianzmanagement erstellt und im Jahr 2012 stießen die Gemeinden Markt Maßbach und Thundorf, sowie zwei Jahre später die Gemeinde Rannungen dazu. Seit 1. Juni diesen Jahres ist Schonungens Bürgermeister Stefan Rottmann auf sechs Jahre zum Sprecher der Allianz gewählt worden.

Die Inhalte des ILEK und des Daseinsvorsorgekonzeptes unterteilen sich in fünf Themenfelder:

(1) Dorf- und Siedlungsentwicklung, (2) Verkehr und Infrastruktur, (3) Landschaft, Landnutzung, Energie, Klimawandel und Umweltschutz, (4) Naherholung und Tourismus, (5) Versorgung und Soziales. Als eine Initiative des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes entstanden, bildeten Ehrenamtliche das Redaktionsteam für das regionale Magazin "OberLandkurier", das vierteljährlich und kostenlos erscheint.

Keine Räume für eine Hebamme

Die Bauherrn Johannes Pfaab und Lorena Bareiß beabsichtigen , neben einem Einfamilienhaus auch Räume für die Arbeit einer Hebamme und eine Werkstatt zu errichten. Beantragt wird hierzu die Erweiterung des rechtskräftigen Bebauungsplanes "Weichselgarten/Brückengasse" in Theinfeld. Das Grundstück liegt im Geltungsbereich eines Flächennutzungsplanes und ist als landwirtschaftliche Fläche dargestellt. Es liegt nicht im Bereich eines Bebauungsplanes und ist somit nicht bebaubar.

Eine Änderung bzw. Neuausweisung des Bebauungsplanes ist auch deshalb nicht möglich, weil die Grundzüge der Planung dadurch berührt und in Frage gestellt werden. Um das Bauvorhaben zu realisieren, ist jedoch ein neuer Bebauungsplan aufzustellen. Nach Rücksprache mit der Baurechtsabteilung des Landratsamtes Bad Kissingen ist das Bauvorhaben auf diesem Grundstück nicht möglich. Zudem stehen in Theinfeld noch vier Baugrundstücke zur Verfügung. Zum Weiteren stünde die geplante Gewerbenutzung im Gegensatz zur vorhandenen Bebauung und hätte immissionsschutzrechtliche Auswirkungen. Unter Berücksichtigung dieser Fakten wird dem Antrag auf Erweiterung des Baugebietes Weichselgarten - Brückengasse nicht stattgegeben.

Haus darf gebaut werden

Dem Antrag auf Baugenehmigung zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage durch die Bauherrn Ann-Kathrin und Patrick Leurer aus Rannungen am Hirtenanger in Theinfeld wird das gemeindliche Einvernehmen erteilt.Die Antragsteller beabsichtigen ein zweigeschossiges, nicht unterkellertes Wohnhaus mit einer Länge von ca. elf Meter und einer maximalen Breite von ca. zehn Meter zu errichten.

Neue Toilette wieder vertagt

Der Tagesordnungspunkt "Umbau der WC-Anlage in der Schulturnhalle in Rothhausen" wurde in der Sitzung vom 29. Oktober aufgrund der nichtvergleichbaren Angebote zurückgestellt, da in einem Fall diverse Leistungen gefehlt haben. Die Nachbearbeitung des Angebots wurde der Verwaltung zugesagt und sollte auch rechtzeitig zur Sitzung eintreffen. Diese wartete jedoch vergebens, sodass der Tagesordnungspunkt erneut vertagt wurde.

Der Bayrische Kommunale Prüfungsverband hat die Körperschaftssteuer, sowie Umsatzsteuererklärung 2019 für die gemeindliche Wasserversorgung erstellt. Aufgrund des Jahresverlustes und festgestellter Verlustvorträge ist keine Körperschaftssteuer zu bezahlen. Dieser Verlust 2019 wird auf neue Rechnung vorgetragen (steuerlich wird es aus dem Haushalt der Gemeinde ausgeglichen). Verbindlichkeiten bei der Gemeinde sind zukünftig mit 2,5 Prozent über dem Basiszins der EZB (derzeit Minuswerte) zu verzinsen.

Neue Pegel-Messlatte

Die vorhandene Messlatte am Regenüberlaufbecken in Thundorf ist in die Jahre gekommen und nicht mehr ablesbar. Im Falle eines Hochwassers bzw. einer Aufstauung des Beckens werden dort die Pegelstände gemessen, sodass die Alarmierungsstrategie der Gemeinde danach ausgerichtet werden kann. Dem Gemeinderat lag ein Angebot der Firma Marco Facco Sings aus Rastatt zu einem Betrag von netto 1.201, 16 Euro vor. Der Gemeinderat beschließt die Pegelmesslatte laut dem Angebot zu beschaffen und gleichzeitig die außerplanmäßigen Kosten zu genehmigen.

Der Antrag des Kindergartenvereins "St. Michael Thundorf" auf Übernahme des Betriebskostendefizits wurde aus noch nicht geklärten Details ebenfalls verschoben.

Wasserzähler-Gebühr wird teurer

Nach Ablauf des vierjährigen Kalkulationszeitraumes für die Entwässerungseinrichtung der Gemeinde Thundorf wurde ein Defizit von 14.005,74 Euro errechnet. Dieses Defizit ist in den neuen Kalkulationszeitraum zu übertragen und in diesem Zeitraum auszugleichen. Zum weiteren steigen durch die Änderung der Klärschlammverordnung, bei der Abgabe an Landwirte, die Kosten der Verwertung um ein erhebliches Maß. Von der Verwaltung wurde für die Jahre 2021 bis 2024 eine neue Kalkulation erstellt. Da eine Erhöhung der Gebühren unumgänglich ist, diese den Bürger aber nicht überdurchschnittlich belasten soll, beschließt das Gremium die Kanalgebühren von bisher 1,04 Euro/pro m³ auf 1,54 Euro ab 1.1.2021 festzusetzen.

Gleichzeitig wird beschlossen, die Grundgebühr für Wasserzähler mit einem Dauerdurchfluss von 5 m³/h von bisher 36,82 €uro auf 50 Euro und die Grundgebühr für Wasserzähler mit einem Dauerdurchfluss über 5 m³/h von bisher 49 Euro auf 62 Euro zu erhöhen. Des Weiteren wird die vierte Satzung zur Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung der Gemeinde Thundorf ab 1.1.2021 erlassen.