Begonnen hat alles im Jahr 2007. Damals wurde ein Gewässerentwicklungsplan für die Gemeinde Thundorf aufgestellt. Daraus ergaben sich verschiedene Maßnahmen, die zum Teil schon umgesetzt wurden, bzw. in den folgenden Jahren noch umgesetzt werden sollen. Treibender Verfechter dieser Entwicklung ist der Ex- Gemeinderat Frank Pfennig, der sogar einige seiner privaten Flächen als Biotope und Feuchtflächen, in Verbindung mit der Unteren Naturschutzbehörde, angelegt hat.

Wegen des hohen Grundwasserhorizonts war die Anbindung in Thundorf an den Ransbach nicht notwendig. Neben Thundorf stand auch ein Teich in Theinfeld im Gewässernutzungsplan, der aktuell fertig gestellt ist. Wichtig bei die den Gewässern ist, dass sie die Renaturierungsmaßnahmen der Gemeinde am Ransbach ergänzen sollen.

Baggerarbeiten abgeschlossen

Die Baggerarbeiten des Pfingstbrunnensees in Theinfeld sind bereits abgeschlossen. Mit der Anlage eines größeren Stillgewässers und einer temporären Flachwasserzone werden neue nasse bzw. wechselfeuchte Lebensräume für Gewässertiere und Wasserpflanzen geschaffen, sowie die Renaturierung des Ransbaches ergänzt. Der Landschaftssee hat eine Wasserfläche von ca. 3700 Quadratmetern, davon sind ca. 710 Quadratmeter zwei Meter tief (Tiefwasserzone bis 3,50 m). Die temporäre Flachwasserzone hat eine geplante Wasserfläche von ca. 320 Quadratmetern , mit einer maximalen Wassertiefe von 50 cm.

Der Pfingstbrunnensee befindet sich im nordöstlichen Bereich des Gemeindeteils Theinfeld. In ca. 80 m Entfernung liegt die Pfingstbrunnenquelle, welche den Ransbach sowie einen künstlich angelegten See speist. Sowohl der Ransbach, als auch der See sind biotopkartierte Flächen. Im südlichen Bereich und dem angrenzenden Bachgrundstück ist perspektivisch eine Renaturierungsmaßnahme für den Ransbach geplant. Der Landschaftssee und die Flachwasserzonen werden vor allem durch das Grundwasser gespeist.

Zum Wall aufgeschüttet

Ein Teil des entstehenden Aushubs wurde vor Ort zu einem Wall aufgeschüttet. Dieser verläuft von Norden nach Süden entlang dem Reußengraben und wurde mit einer maximalen Höhe von 1,70 m über dem bestehenden Gelände errichtet. Der sonstige anfallende Erdaushub wurde zur Bodenverbesserung auf umliegende Ackerflächen aufgebracht. Die beiden Gewässer wurden im südlichen Teil des Grundstücks angelegt, da in diesem Bereich der Grundwasserstand am höchsten ist. Es ist abzusehen, dass die Landbrücke zwischen den beiden Gewässern vernässt und sich hydrophile Vegetation ansiedelt. Bei höherem Grundwasserstand kann dieser Bereich auch überfluten. Die beiden Gewässerformationen sind sowohl von Steil-, als auch Flachböschungen geprägt. Die steilste Böschungsneigung weist ein Verhältnis von 1:2 auf. Es wurden zusätzlich auch deutlich flachere Böschungen geformt.

Mit der Schaffung von Stillgewässer sollen nachfolgende Ziele verfolgt werden: Ergänzung der Renaturierung des Ransbaches, Förderung von Unterwasser- und Schwimmblattvegetation, Förderung von Großeggenrieden und Großröhrichten (Seggen und Binsen, Rohr- Glanzgras, Wolfstrapp, Gelbe Schwertlilie, Blutweiderich, usw), Förderung von heimischen Wasservögeln, insbesondere von Wattvögeln(Limikolen) und Schreitvögeln (z.B. Bekassine, Kiebitz, Blaukehlchen, Silberreiher, Förderung von heimischen Amphibienarten, Hochwasserrückhalt in der Fläche.

Die Ufer sollen nicht verbuschen, sodass die Wasserfläche nicht übermäßig beschattet wird und keine Sichtkulissen entstehen, die von Limikolen (regenpfeiferartige Vögel) gemieden werden.