Käferbefall, hoher Holzeinschlag, Preise im Keller, Probleme mit dem Anwachsen junger Bäume sowie Verbuschung und Grasbewuchs auf abgeholzter Flächen - was Stadtförster Jörg Mäckler den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses zu berichten hatte, war alles andere als erfreulich. "Wir werden der Geschichte nicht mehr Herr", sagte er.

"Nicht so toll besucht" sei der letzte Waldbegang gewesen, erinnerte Jörg Mäckler. Das war ein Grund dafür, dass er jetzt diem Hauptausschuss-Mitglieder über die aktuelle Situation informierte. Den Hauptgrund nannte Bürgermeister Michael Kastl (CSU). Der Waldbegang findet nur einmal im Jahr statt. Er wünscht sich darüber hinaus, dass der Stadtrat über die Situation im Stadtwald informiert ist.

Seit Juni 2018 hat sich die Situation dramatisch zugespitzt. Ein Jahr zuvor wurde der neue Forstwirtschaftsplan beschlossen, in dem unter anderem auch die Arbeitsschwerpunkte festgesetzt sind. Danach beträgt der Flächenanteil der Fichte etwa vier Prozent, der der Kiefer etwa 51 Prozent. Insgesamt beträgt der Flächenanteil an Nadelbäumen 61 Prozent, der Anteil der Laubbäume 39 Prozent. "Die vier Prozent Flächenanteil an Fichte wurde 2017 ermittelt", sagte Jörg Mäckler. Tatsächlich liege sie vielleicht noch bei zwei Prozent. "Ich glaube, unter zwei Prozent." Dabei mache die Fichte normalerweise 35 Prozent der Einnahmen aus.