Sachlich und konstruktiv diskutierten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses über Details des neuen Haushalts und erwähnten den absoluten Hammer mit keinem einzigen Wort: Der Abriss des Hallenbades ist sowohl im geplanten Etat 2020 als auch in der vorgesehenen Finanzplanung der Jahre 2021 bis 2023 nicht mehr zu finden. Auch bei anderen geplanten Investitionen, die ohnehin nicht umsetzbar waren, wurde der Rotstift angesetzt. Dafür sind andere Vorhaben vorgezogen worden, beispielsweise die längst überfällige Sanierung der Tartanbahn am Sportzentrum, die nun für nächstes Jahr geplant ist.

Am 27. Juni hatte es eine Haushaltsklausurtagung gegeben, bei der diese Änderungen offensichtlich besprochen worden sind. Ganz überraschend kommt das nicht. Bereits in Sitzungen zuvor hatte Bürgermeister Michael Kastl (CSU) nach einem Antrag der Fraktion Forum Aktiv auf Umbau des Hallenbades zu einer Veranstaltungshalle gesagt, dass man über alles reden könne. Eine Veranstaltungshalle sieht er wohl eher nicht, aber zumindest das Gebäude könne man vorerst stehen lassen und das Geld für den Abriss woanders investieren, hatte er angedeutet. Und auch, dass ohnehin bis Oktober nicht mit einem Abriss zu rechnen sei, und dann läuft die einjährige Bindungsfrist an den Bürgerentscheid aus. Der Haushaltsentwurf ist nun einstimmig empfohlen worden, also auch mit den Stimmen der absoluten Abrissbefürworter, allen voran Michael Kastl und Klaus Schebler (Neue Wege).