Seit vielen Jahren gehört die Alpenüberquerung für die Schüler der achten Jahrgangsstufe der Montessorischule Rhön/Saale zu den aufregendsten und anspruchsvollsten Projekten der Schulzeit, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule. Bereits im Mai testeten die Jugendlichen bei einer Probewanderung durch die Rhön ihr Durchhaltevermögen und ihre Ausrüstung.

Lohn für Strapazen

Die zehn Mädchen und acht Jungen wurden von zwei Pädagogen, einem Mitglied des Vorstands und einem Bergführer begleitet. Bis zu ihrem Ziel Meran lagen zermürbende Auf- und Abstiege vor ihnen, bei denen die Schüler ihr komplettes Gepäck, etwa acht Kilo, selbst trugen. Atemberaubende Ausblicke und schöne Abende auf den Hütten entlohnten für die Strapazen.

Die erste Etappe startete in Holzgau. Über die 100 Meter hohe und 200 Meter lange Seilhängebrücke ging es nach Bach und vom Lechtal ins Madautal. Der nächste Tag führte die Wanderer zur Ansbacher Hütte. An diesem mit 2400 Metern höchsten Übernachtungspunkt der Tour hatten die Schüler fantastische Ausblicke ins Inntal, in das tags darauf abstiegen. Von Landeck ging es zur Zamser Schihütte hinauf. Die nächste Etappe begann mit der Gondelfahrt zur Spitze des Krahbergs, von dort wanderte man nach Wenns und fuhr dann ins Ötztal. Das Timmelsjoch und der Abstiegs nach Moos in Südtirol standen am vorletzten Tag an. Schlussetappe war die Wanderung durch die Passerschlucht von Moos nach St. Leonhard.

Die Gruppe hält zusammen

Beim Abschlussritual in Meran zogen die Schüler ihr persönliches Fazit. Trotz aller Entbehrungen und Anstrengungen zeigten sie sich alle begeistert von dem Projekt. Neben dem Stolz auf die persönliche Leistung wurde der Zusammenhalt der Gruppe hervorgehoben, die in schwierigen Situationen Rückhalt bot. So waren, trotz aller individuellen Unterschiede, alle 18 Teilnehmer gesund und glücklich in Meran angekommen, heißt es abschließend.