Das "Fränkische Mariensingen", welches auch heuer wieder am Feiertag Mariä Himmelfahrt in der Klosterkirche in Münnerstadt stattfand, stellt die Mutter Gottes in den Vordergrund. Die Veranstaltung, zu der der "Sängerkranz Reichenbach e. V." eingeladen hatte, kann dabei auf eine lange Tradition zurückblicken: seit mehr als 35 Jahren gibt es das Mariensingen bereits. Und wie in jedem Jahr war die Klosterkirche bis auf den letzten Platz besetzt, so dass sogar zusätzliche Sitzgelegenheiten herbeigebracht werden mussten, da die Kirchenbänke den Besucherstrom nicht fassen konnten. Musikalisch wurde allerhand geboten. So untermalte der Gemischte Chor des Sängerkranzes Reichenbach e. V. das Mariensingen, auch die Akkordeon-Gruppe wusste mit ihren gefühlvollen Weisen zu überzeugen. An der Orgel spielte Thomas Betzer, denn auch die Zuhörer waren zum Mitsingen eingeladen.


Hofheimer Sänger als Gäste

Für ganz besondere Klänge sorgte die Veehharfen-Gruppe der Lebenshilfe Münnerstadt, die vom Ehepaar Brehm gesanglich unterstützt wurden. Als Gäste waren in diesem Jahr die Hofheimer Sänger vor Ort und überzeugten mit ihrer Vokalmusik. Die Veranstaltung zeugte von der tiefen Frömmigkeit, die man in der katholischen Kirche Maria entgegenbringt. Sehr meditativ waren die Betrachtungen von Pfarrer Franz Feineis aus Schweinfurt, der auch bei den Hofheimer Sängern mitwirkte. In einfachen, aber tiefgründigen und wohlgesetzten Worten ging er darauf ein, was die Marienverehrung im alltäglichen Leben für die Katholiken bedeutet und wie man seine persönliche Beziehung zur Gottesmutter pflegen kann. Die vielen Bilder in den Wallfahrtskirchen, auf denen der Spruch "Maria hat geholfen" zu lesen ist, zeugten davon, wie wichtig den Menschen Maria war und immer noch ist. Auch das "Fränkische Mariensingen" stehe in der Reihe dieser langen Tradition der Verehrung. Den Besuchern gefielen die Stücke sehr und die Musiker waren mit viel Herzblut bei der Sache.