Bei der jüngsten Sitzung des Thundorfer Gemeinderates war wie in den beiden letzten Sitzungen die "Renaturierung des Ransbaches" ein Thema. Nun konnte eine Kostenbeteiligung mit dem Landkreis Bad Kissingen vereinbart werden.

An den Kosten der Renaturierung, einschließlich Planungskosten (Bullenwiese und Pfingstwiese in Theinfeld), beteiligen sich der Landkreis Bad Kissingen, das Wasserwirtschaftsamt und die Gemeinde Thundorf. Der Gemeinderat beschloss, Bürgermeisterin Dekant Judith (Wählergemeinschaft Rothhausen) zum Abschluss des öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem Landkreis zur Kostenbeteiligung zu ermächtigen.Das Gremium verabschiedete ferner, den Auftrag an den günstigsten Anbieter, die Firma Gebr. Stolz aus Hammelburg zum Angebotspreis von 208.485,81 Euro zu vergeben.

Der Antrag des Leiters des "Strick-Cafes" im ehemaligen Forsthaus Thundorf, Anton Bauernschubert, auf Anschaffung eines Pelletofen war bei einer vorherigen Sitzung vertagt worden, weil es einige Fragen zu klären gab. Nun beschloss das Gremium bei einer Gegenstimme, die Bürgermeisterin zu ermächtigen, einen Pelletofen für bis zu 3000 Euro anzuschaffen.

Die Firma Mösslein aus Lohr hat bei der Gemeinde Thundorf ein Angebot zur Reinigung des Trinkwasserbehälters in Höhe von 1770,72 Euro vorgelegt. Eine mikrobiologische Untersuchung des Trinkwassers ist inbegriffen. Nach Rücksprache mit dem gemeindlichen Wasserwart Christian Müller wurde eine jährliche Untersuchung befürwortet und beschlossen.

Für die Beschaffung einer Ersatzpumpe für die Sicherstellung der Wasserversorgung im Gemeindeteil Thundorf lag ein weiteres Angebot der Firma in Höhe von 4530,14 Euro vor. Die Unterwasserpumpe soll laut Wasserwart als Ersatz für die derzeitige Pumpe bestellt werden. Diese Pumpe weist aktuell eine Betriebsdauer von etwa 32 000 Stunden auf. Da bei einem Ausfall der Pumpe die Wasserversorgung nur etwa für 24 Stunden aufrechterhalten werden kann und eine neue Pumpe eine Lieferzeit von rund vier Wochen hat, wäre es sinnvoll, eine Pumpe als Ersatz für den Notfall vorliegen zu haben. Es sollen nun weitere Angebote eingeholt werden. Edwin Braun regte noch an, auch Angebote für ein Stromaggregat für die Wasserversorgung einzuholen.

Auf Rechnungsdetails achten

Im Zuge des Umbaus am ehemaligen "Geishaus" im Bauhof Thundorf, wurden wegen der Vermietung des ersten Obergeschosses als Forstdienststelle Heizungs- und Sanitärarbeiten von der Firma Haustechnik Barth (Stadtlauringen) ausgeführt. Die Firma rechnete Kosten in Höhe von 11 172,67 Euro ab. Die Arbeiten wurden ordnungsgemäß ausgeführt. Trotzdem stieß einigen Gemeinderäten die Rechnung ohne Angaben von Einzelpreisen auf. Eine rege Diskussion schloss sich an. Die Meinung von Bürgermeisterin Dekant und dem Großteil des Gremiums war, man sollte die aus der vorherigen Wahlperiode noch ausstehenden Maßnahmen abschließen und in Zukunft auf solche Details achten. So wurde die Rechnung bei drei Gegenstimmen anerkannt.

Judith Dekant informierte zum Antrag der Musikvereine Poppenlauer und Rannungen auf eine Zuwendung zum Projekt "WiM - wir musizieren" an der Grundschule Poppenlauer. Danach soll auch im Schuljahr 2020/2021 das Projekt weiter geführt werden. Im Schuljahr 2019/2020 hat die Gemeinde Thundorf einen einmaligen Zuschuss von 1500 Euro gewährt. Mit dieser Summe wird das Projekt auch wieder unterstützt.

In der Gemeinderatssitzung am 30. Juli besichtigte der Rat den Friedhof in Thundorf und beschloss, einen barrierefreien Zugang zum hinteren Tor zu schaffen. So wurde von der Firma Erdbau Reichert (Poppenlauer) ein Angebot für das Ausbaggern der Parkplätze sowie die Lieferung des benötigten Schotters in Höhe von 4863,88 Euro vorgelegt. Die anderen Arbeiten zur Umsetzung des barrierefreien Zugangs werden vom gemeindlichen Bauhof ausgeführt. Die Firma Erdbau Reichert (Poppenlauer) erhielt den Auftrag gemäß ihres Angebotes.

Punkt für Punkt

Standesbeamter: Das Ratsgremium beschloss, den 2. Bürgermeister der Gemeinde Thundorf, Jürgen Schleier, als Standesbeamten mit der Beschränkung auf Trauungen für den Standesamtsbezirk Maßbach, vorzuschlagen.

Schnelles Internet: Die Gemeinde Thundorf hat das Büro Dr. Först Consult (Würzburg) mit dem Verfahren zur Anbindung des Rathauses Thundorf mit Glasfaser beauftragt. Im Rahmen dieser Ausschreibung wurden vier Firmen zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. Das wirtschaftlichste Angebot gab die Telekom Deutschland mit einem Betrag von 36 306,11 Euro brutto ab. Die Förderung beträgt bis zu 90 Prozent. Die sich daraus ergebende Wirtschaftlichkeitslücke, die von der Gemeinde Thundorf zu tragen ist, beläuft sich auf rund 3631 Euro. Der Auftrag darf erst nach erfolgter Förderzusage erteilt werden.

Beteiligung am Atemschutzkompresso:r: Der Atemschutzkompressor der Freiwilligen Feuerwehr Maßbach ist defekt und eine Reparatur unwirtschaftlich.Die Anschaffung eines neuen Gerätes würde 17 300 Euro betragen. Es besteht nun die Möglichkeit, einen gebrauchten Kompressor von der FFW Bad Staffelstein für 6500 Euro zu erwerben, zuzüglich ca. 1500 Euro für die erforderliche Umrüstung. Nachdem mit diesem Gerät auch die Atemluftflaschen der Feuerwehren von den Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Maßbach gefüllt werden und für diese auch die aufwendigen Fahrten zur Befüllung im Atemschutzzentrum Oberthulba entfallen würden, ist auch eine Kostenbeteiligung dieser Feuerwehren an den Anschaffungs-und Wartungskosten entsprechend einem Umlageschlüssel vorgesehen. Die Gerätewarte Maßbach würden dann die Flaschen für die komplette VG füllen. Nachdem jedoch die Gemeinde Rannungen beschlossen hat, sich zu nicht beteiligen, beträgt der Anteil der Gemeinde Thundorf 1 536,17 Euro. Nach eine lebhaften Diskussion beschließt der Gemeinderat seine Beteiligung.