Seit Generationen bewirtschaften die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld ihre Wälder auf nachhaltige Weise. Seit 2002 ist der Waldbesitz nach den PEFC-Standards zertifiziert. Dieses Zertifizierungssystem soll die nachhaltige Waldbewirtschaftung sicherstellen.

Es basiert inhaltlich auf internationalen Beschlüssen, die auf den Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Europa von 37 Nationen verabschiedet wurden. "Unabhängige Zertifizierer kontrollieren regelmäßig die Einhaltung der Standards", erklärt Försterin Hannah Severin.

Vor Kurzem war es wieder einmal soweit. Gemeinsam mit der Försterin inspizierte der Auditor und Diplom-Forstwirt Heinrich Förster (Holz und Wald Zertifizierungsgesellschaft mbH) Waldstücke in Bad Bocklet und Rannungen. Dabei wurden die Waldbesitzer zufällig ausgewählt und die Waldstücke stichprobenartig geprüft. In Rannungen fiel das Los dabei auf Fridolin Zehner, der gemeinsam mit Försterin und dem Auditor seinen Privatwald in der Waldabteilung Hesselberg besuchte. Heinrich Förster war von der Bewirtschaftung dort sehr angetan: "Dieses Mischwaldstück hier ist eine Freude für jeden Förster."

Die Buntmischung von Zehner hatte es ihm sichtlich angetan, was aber auch kein Wunder war: Zahlreiche junge Laubbäume waren hier angepflanzt worden, die eine große biologische Vielfalt gewährleisten.

"Wichtig ist, dass die Biodiversität erhalten wird. Hierdurch wird auch der Käferbefall vermindert. Bei Monokulturen sieht dies oft ganz anders aus", erklärte Förster. Auch im Rahmen des Klimawandels sei es wichtig, dass die Waldbesitzer den Bewuchs fit für die Zukunft machten. "Wichtig ist, dass der Wald einem am Herzen liegt. Auch wenn man als Waldbesitzer neu gepflanzte Bäume nicht mehr ernten wird: Für zukünftige Generationen sind sie umso notwendiger", erklärte Zehner, für den sein Privatwald auch ein Hobby ist, der mit viel Liebe gepflegt wird.

Im Audit wurde aber zum Beispiel auch geprüft, ob der Waldbesitzer einen Motorsägenschein hat und ob er umweltfreundlichen Treibstoff verwendet. Der Auditor zeigte sich mit der Situation vor Ort sehr zufrieden, was natürlich auch die Försterin Hannah Severin und Fridolin Zehner freute.