"Der Parkplatz vor dem Friedhof ist oft schmutzig und schlammig", heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung für die jüngste Gemeinderatssitzung in Rannungen. Bei Beerdigungen hatte das zu Problemen und Klagen von Teilnehmern geführt. Vorgeschlagen wurde von der Verwaltung, auf den Platz eine Schotterschicht aufzubringen. Das würde nach Berechnungen eines Tiefbauunternehmens etwa 2100 Euro kosten. Der Gemeinderat beschloss schließlich nach einer kurzen Diskussion, Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) zu ermächtigen, den Auftrag zur Aufschotterung des Friedhofsplatzes wie vorgeschlagen einer Firma zu erteilen. Allerdings will der Gemeinderat noch weitergehen. Im Lauf des Jahres soll ein Plan zur dauerhaften Lösung des Problems von der Verwaltung erarbeitet werden.

Wieviele Pumpen?

Dieses Jahr wird der Tiefbehälter zur Wasserspeicherung, der schon bald den alten Wasserturm am Sportzentrum ersetzen soll, gebaut. Vorgesehen ist dabei auch eine Drucksteigerungsanlage. Dafür sind nach der Planung des Haßfurter Büros Baurconsult ein Membran-Druckbehälter und vier gleichgroße Pumpen vorgesehen. In einigen Besprechungen in letzter Zeit hieß es jedoch, dass es auch andere Möglichkeiten der Drucksteigerung gebe, etwa ohne Membran-Druckbehälter und mit vier gleichgroßen Pumpen sowie dazu zwei kleineren Pumpen. Der Gemeinderat beschloss schließlich, es bei der ursprünglich geplanten Variante zu belassen, zumal sonst einige Umplanungen notwendig gewesen wären.

Bauanträge

Der Gemeinderat erteilte das gemeindliche Einvernehmen zum Neubau eines Einfamilienhauses samt Doppelgarage auf einem noch unbebauten Grundstück im Kapellenweg. An einem Haus in der Ringstraße möchten die Eigentümer die beiden Dachgauben so erweitern, dass eine einzige zusammenhängende Dachgaube mit einer Breite von 6,28 Meter entsteht. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.

Auf einem Grundstück in der Ludwig-Erhard-Straße soll eine etwa 3 x 8,80 Meter große Holzpflege mit einem Pultdach errichtet werden. Dachform und Dachneigung weichen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes ab. Der Gemeinderat erteilte dafür die notwendigen Befreiungen.

Vorzeitige Baufreigabe

Auch in Rannungen gibt es Zuwendungen aus dem Förderprogramm der Allianz Schweinfurter Oberland (SWOL) für Investitionen zur Innenentwicklung zur Beseitigung von Leerständen. Gefördert werden danach Investitionen für leerstehende Gebäude, die mindestens zwölf Monate ungenutzt sind und vor mindestens 50 Jahren errichtet wurden. Sie müssen als Wohnungen genutzt werden. In der Wiesenstraße soll ein zurzeit leerstehendes Wohnhaus saniert und wieder als Wohnhaus genutzt werden. Die eine Wohnung steht seit zwei Jahren leer, die andere allerdings erst seit Ende Oktober letzten Jahres. Damit seien die Förderleistungen "dem Grunde nach nicht erfüllt", da bisher von einer Mindest-Leerstandszeit von einem Jahr ausgegangen werde, heißt es in der Beschlussvorlage. Der Gemeinderat beschloss jedoch, für dieses Bauvorhaben die vorzeitige Baufreigabe zu erteilen und auf Grundlage der vorläufigen Kostenermittlung den Maximal-Förderbetrag in Höhe von 12.500 Euro zu gewähren.

Förderprogramm der Allianz SWOL

Die Bestimmungen sind in den Mitgliedsgemeinden der Allianz etwas unterschiedlich. In Rannungen gibt es zehn Prozent der Kosten, maximal jedoch 7500 Euro pro Anwesen. Dazu kommen pro Kind 2500 Euro. Gebäude, deren Sanierung gefördert wird, müssen mindestens 50 Jahre alt sein und sollten seit zwei Jahren leer stehen.