Der Ehrenabend des Kreisfeuerwehrverbandes ist traditionell eine feierliche Veranstaltung, bei der im würdigen Rahmen verdiente Feuerwehrleute aus dem Landkreis ausgezeichnet werden. Die Ehrungen hätten eigentlich schon im März im Rahmen der Kreisfeuerwehrversammlung stattfinden sollen, mussten corona-bedingt aber ausfallen.

"Abgespeckte Version"

Auch dieses Mal in der Rannunger Mehrzweckhalle konnte aufgrund der Pandemie nur eine "abgespeckte Version" ohne Musik und Ehepartner stattfinden. Dennoch sollten die entsprechenden Urkunden noch in diesem Jahr überreicht werden. Rannungens Bürgermeister Fridolin Zehner bedankte sich für die Beauftragung, diesen Abend ausrichten zu dürfen. Kreisbrandrat Benno Metz führte aus, dass trotz moderner Videokommunikationsmöglichkeiten es immer wieder Anlässe gäbe, die nur durch persönliche Zusammenkünfte stattfinden können.

Die Auszeichnungen von verdienstvollen Feuerwehrleuten gehöre dazu. 250.000 Einsätze von Feuerwehren in ganz Bayern bedeuten, dass etwa alle drei Minuten die Feuerwehr im Freistaat ausrückt .Nach über einem halben Jahr sei dies nun die erste Veranstaltung im gesellschaftlichen Bereich, bei der man wieder einmal persönlich zusammentrifft.

Von Nachwuchsmangel meist verschont

Der Dank vom Benno Metz erging aber auch an die vielen jungen Mitglieder, die sich trotz eines großzügigen Freizeitangebotes trotzdem in den örtlichen Feuerwehren engagieren. Vom allerorten umgreifenden Nachwuchsmangel seien die Feuerwehren bislang weitestgehend verschont geblieben, wenngleich das Thema Zusammenschlüsse auch bei den Feuerwehren ein Thema sei. Stellvertretender Landrat Emil Müller erinnerte an die Feuersicherungspflicht der Kommunen, doch könnte diese ohne die Freiwilligen in den Feuerwehren nicht durchgesetzt werden.

Es sei ein schönes Zeichen der Kreisfeuerwehrführung, auch den ausgeschiedenen Bürgermeistern besondere Ehrungen zuteil werden zu lassen, die sich immer und ohne Einschränkungen für die Belange der Feuerwehren eingesetzt haben. Allerorten sind Feuerwehrhäuser entweder neu entstanden oder renoviert worden. Zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge wurden angeschafft. Mit über 5000 aktiven Feuerwehrleuten im Landkreis sei eine "echte Bewegung" entstanden.

Ehrungen

Den einzelnen Kreisbrandinspektoren war es vorbehalten, die Urkunden für die Geehrten aus ihrem Bereich zu überreichen:

Staatliche Ehrungen gab es für: Marco Braunschweig (Oerlenbach, staatliches Ehrenzeichen in Silber des Freistaates Bayern), Kreisbrandinspektor Thomas Eyrich (Oberthulba, Ehrenzeichen in Gold des Freistaates Bayern), Kreisbrandmeister Manuel Gessner (Reichenbach, staatliches Ehrenzeichen in Silber des Freistaates Bayern), KBM a. D. Klaus Wüscher (Sulzthal, großes Ehrenzeichen des Freistaates Bayern für 50 Jahre Mitgliedschaft).

Durch den Kreisfeuerwehrverband wurden geehrt: für den Altlandkreis Bad Brückenau: ehemalige Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (Feuerwehrehrenmedaille), KBI Harald Albert (Bayerisches Feuerwehrehrenkreuz in Gold), KBM Georg Helfrich (Bayerisches Feuerwehrehrenkreuz in Gold), Kreisbrandrat Benno Metz (Bayerisches Feuerwehrehrenkreuz in Gold), Siegfried Möller (Kothen, Bayerisches Feuerwehrehrenkreuz in Bronze), Marco Knüttel (Schönderling, Bocksbeutel); für den Altlandkreis Hammelburg: Ex-Bürgermeister Peter Hart (Fuchsstadt, Feuerwehrehrenmedaille), Jürgen Karle (Wartmannsroth, Feuerwehrehrenmedaille), Ex-KBM Herbert Übelacker (Wartmannsroth, Feuerwehrehrenmedaille), Ex-Kommandant Heinrich Starrach (Machtilshausen, Bocksbeutel); für den Altlandkreis und Stadt Bad Kissingen: Ex-Bürgermeister Waldemar Bug (Burkardroth, Feuerwehrehrenmedaille), KBM Klaus Preisendörfer (Waldfenster, Ehrennadel des KFV in Bronze), KBM a. D. Guido Schneider (Seubrigshausen, Bayerisches Feuerwehrehrenkreuz in Silber), Chistian Horn (Bad Bocklet, Ehrenteller des KFV). Ex-Oberbürgermeister Kay Blankenburg (Bad Kissingen, Feuerwehrehrenmedaille), Rainer Schmitt (FFW-Ehrenkreuz in Bronze).