Der geplante Solarpark Volkershausen ist einen wichtigen Schritt weitergekommen. Der Marktgemeinderat hatte Ende Januar 2019 die Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen, um einen Bebauungsplan "Solarpark Volkershausen" ausweisen zu können. Dazu mussten die Träger öffentlicher Belange (also zahlreiche Behörden und Institutionen) sowie die Öffentlichkeit angehört werden. Nun liegen ihre Stellungnahmen vor. Der Marktgemeinderat bleibt dabei: Der Solarpark kann gebaut werden. Die Firma Solarbauern GmbH aus Sielenbach hatte bereits im März 2017 einen ersten Antrag gestellt, einen Solarpark östlich von Volkershausen Richtung Ballingshausen einrichten zu können. Der war aber vom Marktgemeinderat auch wegen massiver Proteste der Bürger abgelehnt worden, weil die Anlage vom Ort aus zu stark einsehbar war. Im Januar 2018 wurde aber ein zweiter Antrag der Firma einstimmig genehmigt, in der Flurabteilung Eberthausener Höhe südöstlich des Dorfes einen Solarpark zu errichten. Geplant ist eine Anlage mit einer Leistungsfähigkeit von acht bis 8,3 Megawatt Leistung, das ist etwas weniger als die ursprünglich geplante Größe. Damit können rund 11 000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, die zum Beispiel bei der Verfeuerung von Kohle anfallen würden, eingespart werden, so ein Vertreter des Unternehmens. Im Norden, Osten und Westen soll die Anlage mit Ihrer Gesamtfläche von etwa 14 Hektar umfangreich eingegrünt werden. Die Artenvielfalt an Pflanzen werde steigen statt sinken, hätten wissenschaftliche Untersuchungen ergeben. "Unsere wichtigen Helfer bei der Pflege der Solarparks sind die Schafe", ergänzte Geschäftsführer Sepp Bichler in einer Sitzung des Marktgemeinderates. Er versicherte auch, dass die Firma keine eigenen Schafe mitbringt, sondern mit Schäfern aus der Region zusammenarbeitet, "die Schäfer machen das gerne, sie bekommen etwas dafür". Gerade eingezäunte Flächen seien interessant für Schäfer.

Der Marktgemeinderat entschied sich im Januar 2018 einstimmig für die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes für den Solarpark. Dazu sind allerdings umfangreiche Anhörungen zahlreicher Träger öffentlicher Belange von der Autobahndirektion über den Bund für Vogelschutz und dem Landratsamt bis zum Wasserwirtschaftsamt und der Bürgerschaft möglich. Ein Teil der angeschriebenen Stellen hatte sich gar nicht gemeldet, einige teilten mit, dass sie keine Einwände haben. Einige hatten kleinere Anregungen, abgelehnt wurde die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des neuen Bebauungsplans von niemand. Aus der Bürgerschaft, die ebenfalls an dieser Anhörung beteiligt war, meldete sich niemand.

Planungsarbeiten für Straßen

Der Marktgemeinderat vergab Planungsarbeiten für die Sanierung und den Ausbau der Straße Jägergarten in Maßbach sowie der Märzgasse und der Pater-Lucius-Straße im Ortsteil Weichtungen. Nachdem die Kosten für die Straßenbauarbeiten bekannt sind, soll der Marktgemeinderat darüber entscheiden. Auf Initiative von Diethard Dittmar (SPD) soll das beauftragte Planungsbüro Kirchner die Arbeiten bis zum 1. April nächsten Jahres erledigen. Der Abwasserkanal in der Raiffeisenstraße muss in Teilbereichen dringend saniert werden, hieß es. Das Büro Kirchner bekam den Planungsauftrag, um zunächst die Kosten zu ermitteln. Die Burggasse in Volkershausen soll teilweise ausgebaut werden. Auch hier ging der Planungsauftrag an das Büro Kirchner. In allen Fällen legte der Marktgemeinderat Fristen fest, bis wann die Arbeiten erledigt werden sollen.

Das Planungsbüro Perleth bekam den Auftrag, für den Gebäudekomplex um die alte Synagoge in Maßbach ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Die Kosten betragen 18 300 Euro. Vermessungsarbeiten erledigt das Planungsbüro WTJplan für 7100 Euro.

Zuschüsse für Vereine

Die DJK Weichtungen will auf ihrem Sportplatz eine unterirdische Rasenbewässerungsanlage einrichten und stellte den Antrag, dass die Marktgemeinde die Kosten dafür übernimmt. In der Beschlussvorlage für die Marktgemeinderäte heißt es dazu, dass die Sportplätze in Maßbach und Poppenlauer, bei denen die Marktgemeinde die Kosten dafür ganz oder zu großen Teilen übernommen hat, Schulsportplätze seien. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die DJK jedes Jahr einen Zuschuss für den Wasserverbrauch bekommt (2020 zum Beispiel 1732 Euro). Um keinen Präzedenzfall zu schaffen, schlug die Verwaltung vor, wie bisher bei Investitionen von Vereinen einen Zuschuss von 2,5 Prozent der Gesamtkosten zu zahlen. "Das finde ich etwas wenig", kommentierte André Pfister (WGP). Christoph Klement (CSU) schlug vor, grundsätzlich darüber zu diskutieren, ob diese 2,5-Prozent-Förderung so richtig ist. "Andere Gemeinden haben höhere Finanzkraft", sagte dazu Matthias Klement. Allerdings verwies er auf ein Förderprogramm "Sportstättenbau" des Freistaates, das zum Jahresende ausläuft. Es blieb schließlich bei den 2,5 Prozent Förderung.

Die Feuerwehr Maßbach bekommt wie schon beschlossen einen neuen Kompressor zum Füllen der Pressluftflaschen für ihre Atemschutzträger. Geplant war eigentlich, dass mit diesem Gerät auch die Pressluftflaschen aus Thundorf und Rannungen gefüllt werden. Entsprechend sollten die Anschaffungskosten aufgeteilt werden. Die Gemeinde Rannungen ist abgesprungen, Thundorf bleibt dabei.

Eine ganze Reihe von Bauangelegenheiten stand auf der Tagesordnung. Maßbach bekommt offenbar bald einen weiteren Zahnarzt. Der Gemeinderat genehmigte einen Vorbescheid zum Neubau eines Wohnhauses samt Zahnarztpraxis im Baugebiet Schmittberg. Dagegen zog Bürgermeister Klement ein Baugesuch der Gemeinde zur Errichtung des geplanten Kinderhortes in Poppenlauer zurück, da das Architekturbüro Seufert mit den Arbeiten noch nicht ganz fertig ist. In der nächsten Sitzung des Gemeinderates soll es aber so weit sein.