Nach gut 100 Tagen im Amt, zog die Erste Bürgermeisterin Judith Dekant (Wählergemeinschaft Rothhausen) ein erstes Resümee. Mit 50,2 Prozent hat sie nicht nur den Sprung ins Rathaus bereits im ersten Wahlgang geschafft, sondern auch als erste Frau auf den Chefsessel des Rathauses in Thundorf.

Zusammen mit Katja Habersack aus Motten ist sie eine von zwei weiblichen Bürgermeisterinnen im Landkreis Bad Kissingen. Trotz zwölfjähriger Gemeinderatserfahrung und davon sechs Jahre als Zweite Bürgermeisterin stellt Dekant fest, dass täglich neue Erfahrungen in der Ausübung des Amtes dazu kommen.

Jeden Tag besser

"Seit meiner Wahl, aber vor allem seit meinem Amtsantritt, ist vieles durch Corona geprägt. Das merke ich beim täglichen Umgang mit den Bürgern, aber auch in den täglichen Abläufen innerhalb der Gemeinde. Das ist nicht immer einfach, aber es wird jeden Tag besser", sagt die Bürgermeisterin. Es sei nicht ohne, wenn man plötzlich die Verantwortung als Bürgermeisterin trägt und sich deren bewusst ist. Die Bürgerinnen und Bürger zählen auf einen und möchten, dass die anstehenden Themen in der Kommune aktiv nach vorne gebracht werden. "Ich glaube hierfür benötigt man das gewisse Gespür und vor allem die Zeit, um den Bürgern nahe zu sein", sagt sie.

Die ersten 100 Tage im Amt beschreibt sie so: "Seit meinem Amtsantritt als Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Thundorf habe ich mich entsprechend auf die tägliche Arbeit fokussiert und arbeite mit meinem Gemeinderat die Themen ab, welche durch Corona liegen geblieben sind. Um ehrlich zu sein, war das nicht gerade wenig, trotzdem möchten wir neue Themen und Maßnahmen nicht vernachlässigen."

Da werden die Arbeitstage schon mal lang. "Mein Arbeitstag beginnt täglich um 7 Uhr und dauert aktuell und das ist nicht selten, so zwischen acht und zehn Stunden. Das mache ich aber gerne, da mir der Job Spaß macht. Trotzdem weiß ich um das in mich gesetzte Vertrauen der Bürger und versuche dem gerecht zu werden. Die wichtigen Vorgänge werden von mir dokumentiert", erläutert die Rathauschefin.

Eine ganze Reihe Aufgaben

Als geplante Maßnahmen zählt sie auf: "Ein erstes Ziel haben wir mit der Hortbetreuung unserer Grundschüler in Zusammenarbeit mit dem Markt Maßbach erreicht. Als Nächstes steht die Anbindung des Baugebietes "Am Berg", sowie die Wiederherstellung der Friedhofsmauer im Gemeindeteil Rothhausen an. In Thundorf ist es der behindertengerechte Zugang zum Friedhof und die Sanierung des Sitzungssaales im Rathaus, sowie in Theinfeld die Erneuerung des Daches der Aussegnungshalle im Friedhof. Auch werden wir noch in diesem Jahr über die weitere Vorgehensweise bei der weiteren Planung des ehemaligen Forsthauses beziehungsweise Braukulturhauses eine Entscheidung herbeiführen. Wie man sieht, stehen noch eine ganze Reihe von Aufgaben an."

Judith Dekant lobt die ihr nahestehenden Unterstüzer, wie die Verwaltung in Maßbach, an der Spitze der Geschäftsstellenleiter Frank Mauer, aber auch alle Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter, welche ihr Offenheit und Vertrauen entgegen bringen. Eine große Stütze ist ihr auch der Leiter des Thundorfer Bauhofes, Bernhard Schmitt samt seinem Team. Nicht minder aktiv wird Dekant unterstützt vom Gemeinderat und vor allem dem Zweiten Bürgermeister Jürgen Schleier und dem Dritten Bürgermeister Jürgen Gleißner.

"Es ist mir wichtig, bei der Arbeit mit dem Gemeinderat, der Verwaltung und dem Bauhof Vertrauen, gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung aufzubauen. Nach wie vor ist es mein größter Wunsch, ein gutes Miteinander unter den drei Gemeindeteilen aufzubauen, Kontakte zu knüpfen und auch gemeinsame Wege zu finden. Mein Anspruch für die nächsten sechs Jahre ist es, eine Bürgermeisterin vorbehaltlos für alle zu sein. Dadurch können die aktuellen Herausforderungen angegangen und Lösungen initiiert werden."

Und für die Bürger der Gemeinde will sie da sein. "Wenn es mir möglich ist, bin ich täglich im Rathaus Thundorf und freue mich, wenn Bürgerinnen und Bürger bei mir vorbei schauen und ein persönliches Gespräch mit mir suchen. Dadurch kommt es zu einem Informationsaustausch, zu Anregungen und Ideen zum Wohle unserer Gemeinde", sagt sie.