Das Gerät, das den natürlichen Herzrhythmus wiederherstellen soll, wenn jemand lebensbedrohliche Rhythmusstörungen (Kammerflimmern) hat, gibt über Elektroden auf der Brust des Betroffenen Stromstöße ab. In Anwesenheit von Bürgermeister Michael Kastl, Ortssprecherin Ulla Müller sowie der Sponsoren Sonja Röder (Stahlbau Röder GmbH) und Michael Weigand (Holzbau Weigand GmbH) wurde der neue Defibrillator offiziell in Betrieb genommen. Er wurde an einer Außenwand des Feuerwehrheims in der Poppenlauererstraße installiert. Der Defibrillator ist dort gut geschützt und rund um die Uhr zugänglich. Ein großes Schild an der Straße weist darauf hin.

Der Bürgermeister und die Ortssprecherin schilderten, wie das 4800 Euro teure Gerät finanziert wurde. Die Hälfte zahlt, wie bei der Anschaffung jedes anderen Defibrillators auch, die Stadt. Die andere Hälfte muss in den Stadtteilen durch Bürger oder durch Sponsoren aufgebracht werden.

Teil vom Preisgeld verwendet

Wermerichshausen hatte 2019 beim Dorfverschönerungswettbewerb einen Geldpreis gewonnen. Davon war noch ein Teil übrig. Den Rest steuerten die Firmen Stahlbau Röder und Holzbau Weigand bei. Neben dem einmaligen Anschaffungspreis fallen auch Kosten für die Wartung durch das Zentrum Telemedizin in Bad Kissingen (das für alle Defibrillatoren zuständig ist) und den laufenden Betrieb an. Beides übernimmt ebenfalls die Stadt.

Erste Einweisung

Eine erste kurze Einweisung für Wermerichshäuser Bürgerinnen und Bürger fand bereits statt. Sie machten sich damit vertraut, dass eine Stimme aus dem Gerät erste Anweisungen erteilt, und dass es sofort mit der Rettungsleitstelle in Schweinfurt verbindet. Von dort aus können dann weitere Anweisungen gegeben oder zum Beispiel ein Rettungswagen verständigt werden. Eine zweite Einweisung in größerem Rahmen soll im Mai erfolgen - "wenn Corona es möglich macht", so Ursula Müller.

Und Münnerstadt selbst? Funkstille. Der einzige Defibrillator befindet sich in der Mehrzweckhalle und ist nicht öffentlich zugänglich.