Bereits Ende Oktober hatten die Räte beschlossen, dass die Luftreinigungsgeräte zeitnah beschafft werden sollen, falls sie nachweisbar zur Verbesserung der Luft in den Klassenzimmern beitragen.

Keine Förderung

"Nach zwischenzeitlicher Rücksprache mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege wurde der Verwaltung mitgeteilt, dass Luftreiniger mit einem hochabscheidenden Filter eine wirksame Reduktion von Viren in der Luft gewährleisten", teilte die Verwaltung mit. Für die Mittelschule Maßbach wurden 17 Geräte gekauft (drei hatte sie bereits vorab erworben), für die Grundschule Poppenlauer 22 und den Schülerhort sechs. Damit stehen nun für jeden Unterrichtsraum zwei dieser Luftreiniger zur Verfügung, die bereits geliefert und an die Schulen sowie den Hort aufgeteilt wurden. Die Gesamtkosten betragen 20.576 Euro. Eine Förderung dafür gibt es nicht, da mobile Luftreiniger nur gefördert werden, die in Räumen stehen, die nicht oder nur schlecht gelüftet werden können. Mit Hilfe dieser Geräte soll erreicht werden, dass die Klassenzimmer nicht so oft gelüftet werden müssen.

Bürgermeister Matthias Klement (CSU) teilte mit, dass es vor einigen Tagen in der Marktgemeinde zu einem großräumigen Totalausfall des Internets und Fernsehens von Pyür kam. Ursache war, dass das Hauptglasfaserkabel bei Grabungsarbeiten durchtrennt wurde.

Diskussion um Mehrfamilienhaus

Die gewohnt rege Bautätigkeit in der Marktgemeinde geht weiter. Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig das gemeindliche Einvernehmen zum Neubau eines Wohnhauses in der Straße an der Centleite und genehmigte auch die Überschreitung einer Höhe.

Kontrovers wurde jedoch ein Bauantrag zum Neubau eines Mehrfamilienhauses mit drei Garagen und acht Stellplätzen im Baugebiet Schmidtberg in Maßbach diskutiert. Die Antragsteller wollen ein Mehrfamilienhaus mit vier Vollgeschossen und insgesamt sieben Wohnungen errichten. Durch das Dach hat das Gebäude eine Höhe von etwa 15,50 Meter. "In der unmittelbaren Nähe zum Baugrundstück befinden sich maximal zweigeschossige Gebäude" heißt es ausdrücklich. Einigen Mitgliedern des Marktgemeinderates waren die Höhe des Gebäudes und die Anzahl der Geschosse zu groß. Drei von ihnen stimmten gegen den Bauantrag, zehn waren aber dafür, da durch das Gebäude neuer Wohnraum geschaffen wird.

Im Oberen Katzerle im Ortsteil Poppenlauer soll eine neun mal zehn Meter große Geräte-und Holzhalle errichtet werden. Der Marktgemeinderat beschloss schließlich bei drei Gegenstimmen, das gemeindliche Einvernehmen unter der Voraussetzung zu erteilen, dass die Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde eingehalten und umgesetzt werden.

Befreiungen erteilt

Einstimmig erteilte der Marktgemeinderat das gemeindliche Einvernehmen zum Bau eines Einfamilienwohnhauses mit zwei Einliegerwohnungen im Untergeschoss in der Antonie-Werr-Straße im Baugebiet Schmidtberg II" in Maßbach. Das 13 mal 13,50 Meter große Haus mit Flachdach, einem Carport und einem Abstellraum soll ein Flachdach bekommen. Das Bauprojekt weicht in fünf Punkten vom Bebauungsplan ab, die alle vom Marktgemeinderat genehmigt wurden. Die Bauherren kommen aus Würzburg.

Einstimmig erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen zum Bau eines Einfamilienwohnhauses mit einem Nebengebäude in der Mittleren Aubergstraße in Poppenlauer. Das Wohnhaus in Holzbauweise soll zweigeschossig werden. Drei Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Auberg" waren nötig, die der Marktgemeinderat den Bauherren aus Euerdorf erteilte.

Zuschuss und Förderung bewilligt

Ein Antrag zur Gewährung eines Zuschusses nach dem kommunalen Förderprogramm zur Durchführung privater Baumaßnahmen stand auf der Tagesordnung. Dieses Programm wird zu 60 Prozent vom Freistaat, zu 40 Prozent von der Marktgemeinde finanziert. Der Antragsteller will eine bestehende Scheune in der Schanzstraße in Maßbach ausbauen und ein Einfamilienwohnhaus errichten. Förderfähig sind 19.743 Euro, die Bauherren können also die Maximalsumme von 5100 Euro bekommen.

Die Allianz Schweinfurter Oberland hat ein Programm für Investitionen zur Innenentwicklung zur Beseitigung von Leerständen aufgelegt. Gefördert werden Investitionen in leerstehende Gebäude, die mindestens zwölf Monate ungenutzt sind und vor mindestens 50 Jahren errichtet wurden. In der Hauptstraße in Poppenlauer sollen eine alte Scheune und ein Wohnhaus saniert werden. Die geschätzte förderungsfähige Investitionssumme beträgt 175.000 Euro. Davon bekommen die Eigentümer zehn Prozent, maximal jedoch 10.000 Euro je Anwesen. Der Gemeinderat genehmigte diese Förderung einstimmig.

Für das Regionalbudget der Allianz Schweinfurter Oberland können bis Februar 2021 wieder Anträge eingereicht werden.

VG geschlossen

Bürgermeister Matthias Klement teilte mit, dass die Verwaltung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) vom 28. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 geschlossen ist, um Kontakte weitgehend zu beschränken. Allerdings werden dringende Arbeiten von einzelnen Verwaltungsmitarbeitern durchgeführt.