Mit einem Tag der offenen Tür haben die Stadtwerke ihr neues Domizil vorgestellt, und viele Ehemalige und Einheimische sind gekommen. Bereits vor einigen Wochen war der Neubau direkt neben dem "Mutterhaus" bezogen worden. Einer von mehreren Vorteilen dort: Die Abteilungen Gas - Wasser - Strom und vor allem die verschiedenen Lagerstätten, die zum Teil quer über die Stadt verteilt waren, sind jetzt unter einem Dach.


Drei-Schicht-Turnus

Einmal mehr wurde hier bei den Führungen durch das Betriebsgelände klar, dass die Schaltwarte nicht nur das Herz der Stadtwerke, sondern der ganzen Stadt ist: 365 Tage im Jahr ist sie durch qualifizierte Mitarbeiter besetzt. Auf rund zwei Dutzend Monitoren haben sie nicht nur das technische Geschehen im Blick, sondern auch die städtischen Parkhäuser. Ob nun jemand Probleme beim Parkscheinautomaten habe, oder nur nach Dienstschluss im Rathaus die Öffnungszeiten des Freibades wissen wolle - immer bekäme er von den Mitarbeitern der Schaltwarte eine Auskunft, hießt es.

Die Männer, die hier im Drei-Schicht-Turnus ihren Dienst verrichten, sind aber auch zuständig für den technischen Einsatz bei kleineren oder größeren Störungen in der Strom-, Gas- und Wasserversorgung. Sie verständigen rund um die Uhr die zuständigen Mitarbeiter und Bautrupps, wenn es nötig ist.

Im neuen Bürotrakt spielt sich vieles nun auf einer Ebene ab, wobei die Kissinger Bürger nach wie vor in der alten Villa ihre Anliegen vorbringen können. Dazu wurde das Gebäude nicht nur nach dem Auszug einzelner Gewerke aufgehübscht, sondern auch, wie der Neubau, behindertengerecht ausgestattet und "sicher" gemacht.

Immer wieder war zu hören, dass auch die Kissinger Stadtwerke einen sicherheitsrelevanten Bereich darstellen, den es sowohl von innen wie von außen zu schützen gilt. Daher wurde nicht nur sehr viel Wert in die neuen Sozialräume gelegt - die alten Duschen waren nach 40 Betriebsjahren wirklich mehr als verbraucht, wie es hieß - sondern auch die Sicherheitstüren und Schleusen entsprechen dem neuesten Stand. So können selbst Mitarbeiter mit ihrem elektronischen Türöffner nicht jeden Raum betreten, sofern sie keine Berechtigung dafür haben. Wenn man das Lager mit den tausenden von Teilen und Ausrüstungsgegenständen sieht, leuchtet das ein - aber von einer Überwachung trotz zahlreicher Kameras könne keine Rede sein.