Mit dem Rennrad starteten zwölf Eurobiker - eine Frau und elf Männer - von Oerlenbach nach Paris. Fünf Tage, 733 Kilometer und 5614 Höhenmeter später standen sie unter dem Eiffelturm.

Am dritten Tag starteten die Euroradler schon um 7.30 Uhr in Neunkirchen um für die 157 Kilometer nach Verdun genug Zeit zu haben. Mit der Fähre ging es in Gernsheim über den Rhein. "Die französische Grenze überquerten wir ganz unbemerkt, was wir erst am nächsten Ortsschild feststellten", berichtet Kapitän Alois Karch. Die Straßen waren allgemein sehr schlecht und "so hatten wir kurz vor der Bergabfahrt nach Verdun noch einen Platten".

Gestärkt mit Croissants und Pains au chocolat ging es am nächsten Morgen auf die kürzeste und leichteste Etappe von Verdun nach Épernay mit 127 Kilometern bei nur 647 Höhenmetern. Der Weg führte durch verlassen wirkende Orte, ganz selten sah man einen Anwohner.

Bei der Ankunft im Hotel waren die französischen Freunde aus Douvres la Délivrande schon vor Ort. Das französische Team bestand aus vier Radlern und zwei Frauen im Begleitauto. Die 13-köpfige Truppe aus Franzosen und Deutschen startete gut gelaunt in die letzte Etappe. Die Hitze bei knapp 40 °C machte den Eurobikern zu schaffen. Nach Platten 4 und 5 kamen sie endlich am Eiffelturm an, wo sie ein Erinnerungsfoto knipsten. Hoch hinaus ging es erst später.

Zu Besuch im Senat

Am nächsten Tag ließen sie sich im Touristenbus einige Pariser Attraktionen zeigen. Am Nachmittag traf man sich im einheitlich blauen T-Shirt "50 Jahre Gemeinde Oerlenbach" mit den Franzosen vor dem Palais du Luxembourg. Die von der Gemeinde Oerlenbach gesponserten T-Shirts ließen die Biker bei der Besichtigung des französischen Parlaments einheitlich auftreten. Die Rückreise erfolgte mit dem TGV über Straßburg nach Frankfurt und weiter mit einem Nahverkehrszug nach Oerlenbach antraten. red