Im Schlosshof ist wieder eine Menge los. Männer und Frauen sitzen an langen Tischen, trinken Bier oder Apfelschorle und reden über frühere Zeiten. "Das Marktfest in Elfershausen ist eine Stätte der Begegnung", weiß Bürgermeister Ludwig Neeb. Die Besucher kommen zum Teil von weither, um Freunde und Bekannten aus der Jugend- und Schulzeit zu treffen. "Oft gibt es freudige Begrüßungen, wenn sich Menschen längere Zeit nicht gesehen haben", hat Neeb beobachtet.

Angebot hat sich gewandelt

Seinen Ursprung hat der Markt aber in der Landwirtschaft. "Unsere Bauern wollten dort ihre Produkte verkaufen", erläuterte der Gemeindechef. Die Angebotspalette hat sich dann freilich im Laufe der Jahre gewandelt. Neben Honig und Gewürzen sind heuer auch Künstler zu finden. Konrad Albert malte Portraits, die Gräfendorferin Ursula Leithmann bot ihre handgetöpferte Gartenkeramik an. Das Unterstützungsteam Noah engagierte sich mit einem Bücherflohmarkt für den guten Zweck des Tierheims Wanningsmühle.

Die Besucher schlenderten durch die Marktstraße. Neben zahlreichen professionellen Händlern von außerhalb boten auch einheimische Betriebe ihre Waren feil. So zum Beispiel der Potato-Hofladen von Christian Reusch, der Landgasthof "Zum Stern" oder Gesundheitsmasseurin Stefanie Roth. Die örtlichen Angler waren mit einem großen Stand mit Fischspezialitäten dabei. Mit Schweinehaxen lockte im Schlosshof die Feuerwehr hungrige Besucher. Auch der FC Elfershausen und der örtliche Karnevalsverein "Blau-Weiß" engagierten sich. Zudem verkauften Kinder Spielzeug an Ständen in Hauseingängen.

Rettungsunde zeigten ihr Können

Eine besondere Attraktion war die Vorführung der Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes. "Unser BRK-Kreisverband hat 15 Hundeführer mit insgesamt 21 Hunden", berichtete die stellvertretende Staffelleiterin Melanie Dittmayer, die alle Vorführungen moderierte. Die speziell trainierten Vierbeiner können Verletzte unter Trümmern oder Verirrte in weitem Gelände aufspüren.

Erfrischender Saale-Ritt

Ein Hingucker waren auch die Islandpferde. Etwa ein Dutzend Tiere freute sich über den erfrischenden Ritt in der Saale. "Diese Pferderasse landete mit den Wikingern vor etwa 1000 Jahren auf Island und blieb dort", erklärte Pferdeliebhaber Werner Kernstock. Weil die Insel lange isoliert war, erhielt ihre Rasse sich rein. Hintergrund des Besuchs des Islandpferde ist eine lange Freundschaft zwischen dem Bürgermeister und Organisator Konrad Glück, einem gebürtigen Elfershausener.

Auch für die musikalische Unterhaltung war gesorgt. So spielten im Schlosshof die "Cavallinis" und Alleinunterhalter "Urbi". Und im Schlosskeller gab es in den Abendstunden Bar- und Discobetrieb mit den Glücks-DJs.