Die Abfallgebühren im Landkreis Bad Kissingen werden zum 1. Januar 2024 deutlich angehoben. Hintergrund seien verschiedene Kostentreiber.
Nach drei Jahren stabilen Hausmüllgebühren gilt es im Landkreis Bad Kissingen ab 2024, tiefer in die Tasche zu greifen. Das Landratsamt Bad Kissingen informierte darüber in den sozialen Medien am Dienstag (24. Oktober 2023). Die "Müllgebühren müssen angehoben werden ", schreibt die Behörde.
Konkret steigen die Gebühren um 18,4 Prozent. Der Landkreis übernahm die Abfallentsorgung 2022 im Rahmen der Rekommunalisierung der Firma Seger. Dies sei jedoch nicht der Kostentreiber, betont Jürgen Metz, Vorstand des Kommunalunternehmens im Landkreis Bad Kissingen. Andere Gründe stünden dahinter.
Müllabfuhr im Landkreis Bad Kissingen wird teurer - Landratsamt erklärt Hintergrund
Vielmehr müsse man die Gebühren den gestiegenen Kosten von Lohn und Energie sowie Sprit und CO₂-Abgabe anpassen. Hinzu komme ein höherer Kostenansatz für Abfuhr und Vergärung des Biomülls sowie eine nötige neue Unterstellhalle für die Müllfahrzeuge, bestätigt das Landratsamt gegenüber inFranken.de. Laut dem Kommunalabgabengesetz sollten die Gebühren (unter anderem bei der Abfallentsorgung) die Kosten decken - es dürfe damit kein Gewinn erwirtschaftet werden, heißt es zudem.
Das Landratsamt rechnet vor: "Ein Vier-Personen-Haushalt hat für die Entsorgung von Rest- und Biomüll (jeweils in der 60-Liter-Tonne) sowie Papiermüll (240-Liter-Tonne) bisher 144,24 Euro bezahlt. Ab 1. Januar sind es 170,76. Mit im Preis: Sperrmüll/Grüngut/Wertstoffhöfe/Giftmobil." Bei einer Tonnengröße von 80 Litern fallen dann 227,76 Euro an, bei 120 Litern 341,52, bei 240 Litern 683,04, bei 1100 Litern 3131,28 und bei 5000 Litern 14.232,96 Euro.
Im Gewerbemüllbereich liegt die Gebühr bei einer Tonnengröße von 1100 Litern bei 2809,80 Euro und bei 5000 Litern bei 12.771,72 Euro. Die Stadt Bad Kissingen ist von den neuen Preisen ausgenommen. Weitere Nachrichten aus Bad Kissingen und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.