"Wir hatten eine richtige Silvester-Sause", erzählt Ralf G. vom Jahreswechsel im Rehabilitations- und Präventionszentrum Bad Bocklet. Am Tag nach Weihnachten trat der 55-Jährige aus Günzburg seine Rehabilitation an der Saale an. "Ich bin zum ersten Mal hier", berichtet er, und: "Das passt alles." Die Klinik ist der mit Abstand größte Gastgeber im kleinsten Staatsbad und hat viel dazu beigetragen, dass in Bad Bocklet Gäste- und Übernachtungszahlen stiegen. Dagegen gab es in Bad Brückenau ein Minus bei den Gästeankünften, in Bad Kissingen fielen die Übernachtungen zum ersten Mal seit dem Jahr 2013 unter die 1,6-Millionen-Grenze.

Leichter Rückgang

Drei der fünf bayerischen Staatsbäder liegen im Landkreis Bad Kissingen. Zusammen kamen sie im vergangenen Jahr auf genau 2 075 880 Übernachtungen. Der Löwenanteil entfiel dabei auf Bad Kissingen mit 1,592 Millionen Übernachtungen. Das sind 20 732 oder 1,3 Prozent weniger als im Jahr 2017. Diesen Verlust können auch die positiven Ergebnisse der beiden kleineren Bäder nicht ausgleichen: In Bad Bocklet waren die Betten 2018 genau 188 695 Mal belegt, ein Plus von 3018 oder 1,63 Prozent. Bad Brückenau verzeichnet eine Steigerung um 6211 Übernachtungen oder 2,15 Prozent auf 295 149. "Wegen der Bauarbeiten in mehreren Häusern hatte ich mit einem Minus gerechnet, aber wir konnten uns sogar steigern", freut sich der Bad Bockleter Kurdirektor Thomas Beck über die Zahlen. Dazu trage vor allem die Zunahme der Versicherungsgäste von 3755 auf 4034, also um 7,43 Prozent, bei. Die Klinik steuert alleine 420 Betten bei. "Insgesamt haben wir rund 800 Betten", berichtet Beck.