"Kleine Ursache - große Wirkung mit viel Kosten" unter diesem Oberbegriff könnte man einen Einsatz der Feuerwehren Bad Kissingen und Garitz am Freitagmorgen verbuchen. Kurz vor acht Uhr verständigte eine allein lebende Frau die Rettungsleitstelle davon, dass ihre Wohnung unter Wasser steht.
Beim Eintreffen von Stadtbrandinspektor Harald Albert in der angegebenen Adresse in der Parkstraße stellte sich heraus, dass die im ersten Stock liegende Küche unter Wasser
stand. Auch der "Übeltäter" wurde schnell entdeckt: Ein von einem Eckventil abgehender Druckschlauch war undicht geworden und hatte bereits so viel Wasser durchgelassen, dass selbst die Zwischendecke zum Erdgeschoß total durchnässt war.
Ein Abdrehen sowohl der Hauptwasserleitung wie auch des Eckventils war der allein lebenden Frau nicht möglich, da sie wegen der verkalkten Hähne dazu die Kraft nicht aufbrachte. So blieb der Einsatz der Garitzer Feuerwehr in dem Fall darauf beschränkt das Wasser abzudrehen und total durchweichte Teppiche ins Freie zu bringen.
Die Kissinger Wehr, die nur mit ihrem Kommandanten vor Ort war, hatte bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen Einsatz gefahren. Da musste ein größerer Ast in der Nähe des Krankenhauses von der Straße geräumt werden.