Vom bundesweiten Aufwärtstrend erhoffen sich Bündnis 90/Die Grünen, die Bürger für Umwelt und die Ökologisch-demokratische Partei (ödp) einen Schub für die anstehende Kommunalwahl und damit eine Steigerung der bisherigen zwei Mandate, so Richard Fix als Spitzenkandidat bei der Aufstellungsversammlung für die Bad Kissinger Stadtratsliste.

Ökologische Bundesthemen auf kommunaler Ebene umsetzen sei eine mühselige Arbeit, so Richard Fix, "vor allem, wenn man nur zwei Stimmen von insgesamt 30 hat". Deshalb wünschte er sich von den anstehenden Kommunalwahlen ein Ergebnis, das für das ökologische Dreier-Bündnis mindestens die Fraktionsstärke erbringt - "und dafür sind drei Sitze im neuen Stadtrat notwendig, um in allen Ausschüssen mit Stimmberechtigung vertreten zu sein". Auch wenn sich in der Stadtratsliste die Alterspyramide der Gesellschaft widerspiegelt, habe man junge Menschen gewinnen können. So wurden mit Larissa Renniger auf Platz 2 und Veronika Richler-Yazeji auf Platz 4 zwei junge Kissingerinnen gesetzt, die "mit einem grünem Herzen" Umweltthemen in der Stadt umsetzen möchten.

Bei der Vorstellung der Kandidaten für die Stadtratsliste war die Verwurzelung im Stadtbild erkennbar, die sich etwa im Engagement für Photovoltaikanlagen oder für den Eine-Weltladen mit fairem Welthandel zeigte oder in dem Wunsch, die Ideale der Friday-for-Future-Bewegung aufzugreifen, oder die Initiative für ein Radwegenetz und ein Verkehrswegekonzept zu ergreifen.

Alle anwesenden Kandidaten waren sich einig, dass man das ökologische Bewusstsein in der Stadt mit Hilfe von Bündnis 90/Die Grünen, Bürger für Umwelt und ödp stärken muss und dass man dies am besten mit einer starken Öko-Fraktion im Stadtrat umsetzen kann.

Die Regie der Aufstellungsversammlung lag in den Händen von Petra Winter und Tobias Eichelbrönner als Vorstandsmitgliedern des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen und von Versammlungsleiterin Monika Horcher.

Routiniert wurden die Formalien wie Feststellung der Stimmberechtigung und das zugrundeliegende Wahlverfahren abgearbeitet. Einig war man sich auch, dass man das "Grünen-Statut", wonach ungerade Plätze mit Frauen besetzt werden sollen, anwenden werde, wenn es die Versammlung wünscht.

Dem war nicht so, so dass eine bunt gemischte Stadtratsliste mit 14 Männern und 16 Frauen herauskam, in der neben der Kernstadt auch die Stadtteile vertreten sind.

In der Blockabstimmung war das Votum für die Liste eindeutig, ebenso die Wahl der drei Nachrücker und mit Richard Fix auch die Bestimmung des Beauftragten der Liste gegenüber der Stadt.

Kandidatenliste

Richard Fix, Larissa Renninger, Klaus Werner, Veronika Richler-Yazeji, Frank Weber, Michaela Reinhard, Waltraud Finckh, Ulrike Aichner, Jörn Zakel, Jutta Wittmann, Andreas Happ, Claudia Schindelmann, Markus Renninger, Eva-Maria Kriener, Jan Vogel, Bettina Holler, Felix Wick, Klaus Gerner, Rudolf Herrmann, Monika Wick, Kirsten Hofmann, Christine Stumpf, Britta Söpper, Wolfgang Hofmann, Alexander Deml, Heidrun Fix, Christian Booms, Brunhilde Gerner, Jochen Fuchs, Christine Eberth-Booms, Martin Brandt, Wolfgang Loos, Ulrike Weilbach.