Was wäre Wien ohne die Strauß-Dynastie - Johann Strauß (Vater), Eduard Strauß, Josef Strauß und natürlich Johann Strauß (Sohn). Allesamt außergewöhnliche Komponisten, die es verstanden, mit ihren Werken die rauschenden Ballnächte in Wien musikalisch zu bereichern und noch heute die Menschen zu begeistern. So auch jetzt bei der "Wiener Johann Strauß Konzert-Gala" mit den K&K Philharmonikern unter der musikalischen Leitung von Maximilian Kendlinger im Großen Saal des Regentenbaus.

Nicht die allseits bekannten Weisen lagen auf den Notenpulten des Orchesters, sondern weniger bekannte Melodien, allen voran Kompositionen von Josef Strauß. Wer kennt den Walzer "Ball-Silhouetten" op. 30, die Polkas schnell "Jokey", op. 278 oder "Vélocipède", Op. 259 von Josef Strauß? Dennoch waren es Werke, die begeisterten. Natürlich waren auch Werke von Johann Strauß (Sohn), wie die Ouvertüre zur Operette "Fledermaus" oder "An der schönen blauen Donau", dabei. Das Augenmerk lag aber auf Josef Strauß. Eduard Strauß war nur mit der bekannten Schnellpolka "Mit Dampf" zu hören.

Die K&K Philharmonikern begeisterten von Anfang an. Zwischen 20 und 30 Jahre alt war der größte Teil der Musiker. Auch der Dirigent Maximilian Kendlinger zählt gerade mal 20 Lenze. Doch er hatte das Orchester fest im Griff und dirigierte immer mit einem Lächeln auf den Lippen, mit ganzem Körpereinsatz. Da wurde zwischendurch auch einmal ein Gag gemacht. So ein Geiger, der übertrieben mit dem Kopf oder seinem ganzen Körper zum Takt mitwippte.