Rund 82.000 Euro kosten die (Holz-)Möbel für den Altbau des Kindergartens in Ebenhausen. Den Beschluss aus nicht-öffentlicher Sitzung, diesem günstigsten Angebot dem Vorzug zu geben, bestätigten die Ratsmitglieder einstimmig. Kalkuliert hatte die Gemeinde mit Ausgaben, die um satte 15.000 Euro niedriger lagen. Als Gründe für die Teuerung nannte Bürgermeister Nico Rogge den Anstieg im Baugewerbe und die sehr stark angehobenen Holzpreise.

Für eine Flächen-Photovoltaikanlage müssen Leitungen unterirdisch verlegt werden. Gleich an drei Punkten wird deshalb im Gemeindegebiet Oerlenbach gegraben. Der Gemeinderat stimmte den Anträgen des Betreibers zu, der an einer Stelle sogar fünf Meter unter einem Bodendenkmal die Leitung verlegen muss.

Fünf Befreiungen für das neue Haus und noch zwei für die neue Garage: der Gemeinderat hat keine Bedenken für ein neues Wohnhaus in Rottershausen angemeldet, auch wenn dort unter anderem die Dachform und der Dachwinkel nicht mit den Vorgaben des Bebauungsplans überein stimmen.

Besuch bei Amazon

Mit einer kleinen Delegation besuchten Vertreter der Gemeinden Oerlenbach und Poppenhausen das neue Amazon-Verteilzentrum an der A71. Nico Rogge berichtete von einem beeindruckenden Rundgang durch die Hallen, er habe mit den anderen acht Vertretern des gemeinsamen Ausschusses hinter die Kulissen schauen und den Arbeitsablauf beobachten können. Die meisten der Beschäftigten kommen mit dem Bus zu Amazon. Auf Nachfrage, so Rogge, bestätigte Amazon, dass viele ihrer Mitarbeiter aus Schweinfurt, Bad Kissingen und Bad Neustadt anreisen. Aber Rogge hat unter den Amazon-Beschäftigten auch Bürger aus seiner Gemeinde entdeckt. Rund 100 neue Arbeitsplätze schafft der Versandriese im Gewerbegebiet. Wegen Corona werde man derzeit nur Kleingruppen durch das Werk führen, bestätigte der Bürgermeister die Pläne der Firma. Sobald es die Pandemie aber zulasse, freue man sich auf einen Besuch der Bevölkerung. Dies habe Amazon - vor Corona - auch an anderen Betriebsstätten so gehalten.

Selbst für die "Profis" aus dem Landratsamt ist die bestehende Rechtslage rund um Veranstaltungen in der Corona-Zeit häufig komplex, undurchsichtig und teilweise widersprüchlich. Oerlenbach werde vorsichtig vorgehen, etwaige Genehmigungen oder Empfehlungen in Kombination mit dem Landratsamt abgeben. Der Kreis hat auf seiner Internetseite Beispiele und Hilfen für Veranstalter hinterlegt. Die Verwaltung legt den Organisatoren nahe, ihre Versammlungen und Veranstaltungen anzumelden, um eine gewisse Rechtssicherheit für die Durchführung zu erhalten.

Weiterhin Abstandsregeln einhalten

Auch wegen der verbesserten Corona-Lage prüft die Gemeinde das Ferienprogramm auf mögliche Lockerungen. Die gibt es definitiv bei einem anderen Thema, nämlich bei Beerdigungen, Oerlenbach will dies aktuell im Internet aufzeigen. Und nochmal Corona: Die Schilder an den Spielplätzen sind abmontiert, die Pflicht, Abstand zu halten, gelte dort aber nach wie vor, bekräftigte Rogge.

Die Lage am Bahnhof Ebenhausen im Bezug auf Parkflächen für Autos sei nach wie vor unklar, meinte Rathauschef Rogge. Es läuft wohl auf eine Auktion hinaus, bei der die Bahn das betreffende Grundstück an den Höchstbietenden versteigern möchte. Oerlenbach hat sein Interesse, im Umfeld der Bahn zusätzliche Parkplätze auszuweisen und dafür Grund zu erwerben, mehrfach hinterlegt.

In einem Rückblick auf die letzte Sitzung bestätigte Nico Rogge die Information von Gemeinderat Manfred Greubel, der hatte auf Entschädigungen für Privatpersonen hingewiesen, die wegen dem Zuzug von Bibern entstehen können. Ansprechpartner ist die untere Naturschutzbehörde im Landratsamt.