Zum Einzug der Osterzeit wurden viele lebensfroh gestaltete Trostspender und Mutmacher den Senioren des Parkwohnstifts überbracht. Und dann besucht Willi die Betagten und Hochbetagten, um sich Rat zu holen und anschließend Freude, Hoffnung und Zuversicht zu verbreiten.
Sie ist Leiterin soziale Betreuung in der Seniorenresidenz Parkwohnstift in Bad Kissingen, und sie erlebt in diesen Tagen viel Ergreifendes und auch Mutmachendes: Alexandra Kraus beschreibt in sehr anschaulichen und rührenden Worten ihre Erlebnisse und ihre Gedanken in dieser Zeit, die gerade für die ältere Generation sehr entbehrungsreich ist. Und sie schreibt von Willi, der Therapiepuppe, die mit den Senioren spricht, sich Ratschläge von den Älteren holt, und dann Freude, Hoffnung und Zuversicht verbreitet.
Aus Verantwortung und Fürsorge auf Gemeinschaft verzichten - das gilt es in dieser Zeit, in der unser aller Leben von der Ausbreitung des Corona-Virus bestimmt ist. Von einem bunten Betreuungsprogramm, das die gesamte Woche über zur Strukturierung des Bewohner-Alltags im Bad Kissinger Parkwohnstift beigetragen hat, ist alles was bleibt, die Aktivierung im Einzelbezug.
Bewohner dürfen keinen Besuch mehr von ihren lieben und wichtigen Menschen bekommen, es herrscht Besuchsverbot, mittlerweile absolut. Der Kontakt kann nur noch über Telefonate oder Briefpost aufrechterhalten werden. Leben Ehepaare im Parkwohnstift Haus getrennt, ermöglicht man Verbindung über Distanz. Der Ehemann wird in den Park gefahren, die Ehefrau steht oben am Fenster und winkt mit einem großen weißen Tuch, um so auf sich aufmerksam zu machen. Berührend sind Momente wie dieser. Und nicht zuletzt, um solche Momente häufig zu ermöglichen, packen die Teams aus Pflege und Betreuung tagtäglich unermüdlich an.
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Fotoshootings auf jeder Station
So stehen in den kommenden Tagen sogar Fotoshootings auf jeder Station an, in denen die dem Parkwohnstift Anvertrauten ins Licht gestellt werden, um deren Angehörigen mit einem schönen Foto eine Freude zu bereiten.
Schön ist allerdings auch zu sehen, wie kreativ Angehörige in dieser Zeit werden. So werden Blumengrüße in Form eines Puzzles gesendet, das, wenn man es zusammengesetzt hat, auf der Rückseite mit einem lieben Gruß beschrieben ist. Sogar fremde Menschen senden Postkarten an die Seniorinnen und Seniorinnen sowie ans Personal des Hauses, um Mut zu machen.
Zum Einzug der Osterzeit wurden viele bunt und lebensfroh gestaltete Trostspender und Mutmacher überbracht. In Form von Osterbildern, Osterkarten mit lieben Wünschen und dem Versprechen der Kinder des Kliegl-Kindergartens, dass sie sich schon jetzt darauf freuen, wieder für die Seniorinnen und Senioren zu singen, wenn sie denn endlich zum Besuch kommen dürfen. Auch mit den Kirchenvertretern ist das Parkwohnstift verbunden. Von ihnen gab es sowohl Unterstützung in Form von geistlichen Texten und Impulsen für die Gestaltung der Karwoche, als auch mit einem Müsliriegel für das Personal, der nach Jesaja 40,29, den Müden Kraft gebe. Ebenso haben Firmlinge an die Senioren und Mitarbeiter gedacht und auch liebe Wünsche an alle gesendet. Nicht zuletzt gab es ein Blumenmeer aus Tulpen und leckere Osternaschereien, an denen sich alle, die Feiertage über, laben konnten.
Überraschungsbesuch von Willi
Alltäglich treffen sich Bewohner in kleiner Runde an den Sitzgelegenheiten der Stationsflure und tauschen sich über ihre, weniger gewordenen, Tageserlebnisse aus. Da ja nicht nur die Besuche von lieben Menschen wegfallen, eben auch die gemeinschaftlichen Aktivitäten, durch die die Tage sonst abwechslungsreich und verbindend gestaltet waren. Hier ist dann ein Überraschungsbesuch von Willi - der Therapiepuppe - eine willkommene Abwechslung.