"Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren", verkündete der Vorsitzende und dankte allen Helfern, die mit Geldspenden oder aktiver Mitarbeit zum Gelingen des zweijährigen Vorhabens beigetragen haben. Vereinsmitglieder hätten bis jetzt 5400 Arbeitsstunden in ihrer Freizeit eingebracht und aus der Vereinskasse seien seit 2012 bis jetzt knapp 12 500 Euro für die Gebäudeerweiterung und deren Ausstattung bezahlt worden.

Küchenzeile fehlt noch

Nur noch kleinere Arbeiten seien bis zur Eröffnung auszuführen, berichtete Neugebauer. Im neuen Saal fehlt noch eine Küchenzeile, der Verkaufsraum muss ausgestattet werden, die Altbauten ausgeräumt und nach der Generalreinigung die neue Halle eingerichtet werden. Bis zum 1. Mai soll auch der umliegende Garten angelegt sein.
Wenn schließlich noch das Wasser angeschlossen sowie Seifenspender und Handtuchhalter angebracht sind, steht der künftigen Nutzung des erweiterten Feuerwehrhauses als Dorfgemeinschaftshaus nichts mehr im Weg. Am 29. Dezember will die Feuerwehr darin einen Dorfgemeinschaftsabend ausrichten.
Ein weiterer Punkt der Jahreshauptversammlung war die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens als Ersatz für den 26 Jahre alten VW-Bus. "Der alte säuft wie eine Kuh, quietscht, knarrt und rostet", schilderte der Vorsitzende die Situation.
Für die kommenden Finanzverhandlungen mit dem Bockleter Rathaus ließ sich der Vorstand "grünes Licht" geben. Der Vorstand habe laut Satzung nur freie Hand bis zu 7500 Euro, nannte der Vorsitzende als Grund. Doch bei der angestrebten "Drittel-Lösung" kämen die Anschaffungskosten für den Verein auf 10 000 Euro.

Berthold Hümpfer geehrt

Wünschenswert sei ein Ford Transit, teilte Kommandant Jörg Rumberg mit. Dieses Fahrzeug würde in voller Ausstattung etwas über 29 000 Euro kosten. Von der Regierung ist ein Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro zugesagt. Von der Marktgemeinde Bad Bocklet wünscht man sich ebenfalls 10 000 Euro. Ob sich andere Feuerwehren, wie die in Aschach, anschließen können, um beim Kauf mehrerer Fahrzeuge einen günstigeren Preis zu erreichen, sei von den kommenden Verhandlungen und der Entscheidung des Gemeinderats abhängig.
Protokollarischer Höhepunkt war die Ehrung von Berthold Hümpfer für seine 40-jährige Mitgliedschaft. Am 5. Januar 1974 trat Hümpfer der Freiwilligen Feuerwehr bei. Als aktiver Feuerwehrmann absolvierte er etliche Leistungsprüfungen. Auch im Vereinsvorstand war Hümpfer über viele Jahre aktiv. Schon 1979 übernahm er das Amt des Kassiers, das er bis 1992 ausübte.
Anschließend wurde er zum Vereinsvorsitzenden gewählt. Bis 2004 stand er "mit unermüdlichem Einsatz und Schaffenskraft" der Feuerwehr vor, wie es in der Laudatio hieß. Seit zehn Jahren ist Hümpfer Kassenprüfer des Vereins. Wenige Minuten vor der Ehrung hatte er erst noch seinen Prüfungsbericht abgegeben.
Danach wurden Kassier und Vorstand entlastet. Zuvor hatte der Kommandant Rumberg in seinem Jahresbericht die Zahl der aktiven Feuerwehrleute mit 34 angegeben, dabei zwölf Atemschutzgeräteträger. Dies seien drei Gruppen zu je vier Personen. Eine Reserve gebe es nicht. "Wir brauchen dringend neue Atemschutzgeräteträger", forderte der Kommandant die Aktiven zur Schulung auf.