Bad Kissingen — Zeugnisse gab es an der Staatlichen Berufsschule in Bad Kissingen, wo gleich drei verschiedene Schulen ehemalige Schüler in die Arbeitswelt entließen. So wurde erstmals an der Berufsschule auch ein Jahrgang der "Hotelfachschule", oder genauer gesagt der "Staatlichen Fachschule für Hotel- und Gaststättengewerbe" verabschiedet.


Unterricht auf Augenhöhe

Zehn Bewerber haben "bereits mit viel Lebenserfahrung und Berufspraxis" vor zwei Jahren ihren Vollzeitunterricht hier aufgenommen, acht haben nun als Hotelbetriebswirt abgeschlossen und haben nun sogar eine Hochschulzugangsberechtigung ließ Schulleiter Oberstudiendirektor Rudolf Hofmann wissen. Dabei habe alles doch einen etwas kuriosen Anfang gehabt, denn man habe eine "andere Schule bestellt als man sie letztendlich erhalten habe". So mussten sich alle Lehrkräfte erst einarbeiten, denn das Niveau liege doch deutlich höher als im normalen Berufsschulunterricht und sei dem einer Technikerschule vergleichbar, so Hofmann. Dennoch sei es ein wunderbarer Prozess gewesen "auf Augenhöhe" zu unterrichten für junge Menschen, die nun alle im mittleren Management großer Hotels oder Restaurants Arbeit gefunden hätten. Allen gemeinsam, also auch den Absolventen der Berufsschule, der Berufsschule Plus und der "Hotelfachschule" sei , dass sie heute große Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten. sie könnten positiv in die Zukunft blicken denn sie wissen "sie werden gebraucht".
Auch Landrat Thomas Bold hob die Schulverabschiedungsfeier, an der alle drei Segmente der Schule teilnahmen, als etwas ganz besonderes hervor. So stünden die jungen Menschen nicht nur an der Schwelle zum Beruf, sondern tragen nun auch weit mehr Verantwortung und nehmen teil an der Gestaltung der gesamten Zukunft der Region.
Mit einer glatten 1,0 schloss Claudia Meilinger ihre Weiterbildung zur Hotelbetriebswirtin ab. Zur Entlassfeier konnte sie nicht erscheinen, da sie derzeit erkrankt ist. Ebenfalls mit 1,0 haben abgeschlossen und bekommen dafür eine Auszeichnung der Regierung von Unterfranken Kristina Hannwacker (Kauffrau im Gesundheitswesen) und Marion Enders (Bürokauffrau). Für ihre 1,0 als Fleischereifachverkäuferin bekam Katja Will eine Auszeichnung des Fördervereins. Klassenbeste waren: Ludwig Hofmann, Christian Leitschuh, Franziska Schultheis, Laura Wehner, Lisa Bott, Julia Zitzmann (alle Hotelfachmann/frau) Katharina Klaas (Restaurantfachfrau) Katharina Mehler (Bäckerin), Selina Burmeister, Teresa Heurung (beide Bäckereifachverkäuferinen) Georg Stahl, Daniel Janke (beide Koch), Oleg Chapaykin, Michelle Gebert Simon Beck (Bankkaufmann/frau), Melanie Roth, Lisa Schmidt, Julia Hauck, Sonja Keller (alle Kauffrau im Gesundheitswesen), sowie die Bürokauffrauen Olga Fedukov, Kirsten Greubel und Lang Mareike. Beste Klausuren bei der Berufsschule Plus (zusätzlich jeden Samstag Unterricht) schrieben Fabian Dax (Elektroniker), Lukas Göbel (Industriemechaniker) und Jan Bauer (Kaufmann im Groß- und Außenhandel). Alle drei haben nun die Berechtigung für ein Fachhochschul-Studium in ihren Gewerken.