Mit einer Schadenssumme von vermutlich weit mehr als 100.000 Euro entstand dennoch ein sehr hoher Sachschaden. In einem großen, holzverarbeitendem Betrieb brannte die Trockenkammer, die zum Brandausbruch mit 44 Ster Ofenholz bestückt war.

Für den Ortskommandanten Thomas Geis und seinen Vater Ronald Geis, den zuständigen Kreisbrandinspektor, war sofort klar, dass da noch andere Feuerwehren benötigt werden, und so rückten nach der Feuerwehr aus Zahlbach noch die Wehren aus Burkardroth, Stangenroth, Lauter, Stralsbach und Frauenroth aus. Rund 120 Hilfskräfte waren dann wenige Minuten vor fünf Uhr morgens am Brandherd, denn auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Kissingen war mit Tanklöscher und Drehleiter ausgerückt, ebenso Kreisbrandrat Benno Metz, sowie das Rote Kreuz, das mit mehreren Fahrzeugen und einem Dutzend Helfern vor Ort war.

Keine leichte Aufgabe

Als die erste Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Kissingen am Einsatzort eintraf, stand die Halle im Vollbrand, heißt es im Pressebericht des Polizeipräsidium Unterfranken. Gebrannt hat es in einer rund zehn mal zehn Meter großen Trockenkammer, in der 44 Ster Brennholz in Gitterboxen getrocknet werden sollten. Für die eingesetzten Feuerwehren keine leichte Aufgabe, musste doch zur Brandbekämpfung ein Teil der vollen Gitterboxen mit ofenfertigem Brennholz mittels Gabelstapler unter Atemschutz aus der in Brand geratenen Kammer gebracht werden.

Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet, und es konnte "Feuer aus" an die Integrierte Rettungsleitstelle gemeldet werden. Fast unmittelbar danach nahmen Beamte des Schweinfurter Fachkommissariats ihre Ermittlungen auf.

In der Holztrocknungsanlage?

Nach ersten Ermittlungen der Bad Kissinger Polizei könnte das Feuer im Bereich einer Holztrocknungsanlage ausgebrochen sein. Die Ursache des Brandes und die exakte Schadenshöhe sind nun Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen.

Verletzt wurde bei dem Feuer niemand, die Trockenkammer mit der gesamten Technik ist einsturzgefährdet, die nebenan gebaute Hackschnitzelanlage und vor allem das große Holzlager konnten dank der eingesetzten Wehren gerettet werden.