Der Trödelmarkt, der Basar der Kolpingfamilie oder das Herbstfest im Juliusspital zogen zahlreiche Besucher an. Überall gab es etwas zu sehen, zu kaufen und natürlich Kaffee, Kuchen und herbstliche Spezialitäten.

Dafür nehmen die Organisatoren viel Arbeit in Kauf. Peter Fischer, Hausmeister im Juliusspital, war eine ganze Woche - neben seinen regulären Aufgaben - mit den Aufbauarbeiten fürs Fest beschäftigt. "Am Samstag haben alle Mitarbeiter mit angepackt", ergänzt Pflegedienstleiterin Kerstin Stumpff-Gabriel. Am Samstag wurden alle Büros ausgeräumt, damit dort der kunsthandwerkliche Markt stattfinden konnte. Außerdem wurde der Garten herbstlich geschmückt.

Peter Fischer und Kerstin Stumpff-Gabriel standen natürlich am Sonntag noch an einem Getränkestand und versorgten die durstigen Gäste. Für die Mitarbeiter im Juliusspital war es ein langer Sonntag. Denn es musste ja fast alles gleich wieder aufgeräumt werden.

Alles wieder verpacken mussten auch die Mitglieder der Kolpingfamilie, die am Herbstmarkt ihren traditionellen Basar des Strick- und Bastelkreises abhielten. Die gesamte obere Etage des Jugendzentrums war voller Stricksachen. Zwischen Oktober und April hatten die Frauen Pullis, Socken, Mützen, Schals und Decken gestrickt, erzählt Traudel Laudensack. Die Männer bastelten Spielzeug. Theresia Kiesel hat über alles Buch geführt.

Gestrickt und gebastelt


Rund 70 Decken, 60 Jäckchen, 126 Pullover, 100 Mützen und über 300 Paar Strümpfe sind während der kalten Jahreszeit entstanden. Die Männer schafften rund 70 Holzspielsachen - Autos, Hubschrauber, Lastwagen und ein großes Schaukelpferd. Ein Teil der Ware fand am Sonntag seinen Abnehmer. Gut gingen auch schon die weihnachtlichen Bastelarbeiten, die beim Basar angeboten wurden.

Strick- und Spielsachen, die nicht verkauft wurden, gehen am Dienstag auf die Reise. Die Strick- und Spielsachen werden an sieben rumänische Waisenhäuser abgegeben. Dorthin kommt auch der Erlös des Verkaufs. "Die Heime nehmen sowohl Bares, als auch die Waren sehr gerne", sagt Traudel Laudensack. Deshalb hat sie auch gerne mit ihren Kolleginnen die Mühen des Aufbaus in Kauf genommen, um die Sachen am gleichen Abend wieder in Kartons zu verstauen und für die lange Reise versandfertig zu machen. Aber es sei schon ein ganzes Stück Arbeit, gesteht sie.

Zufrieden mit der Resonanz war Trödelmarktorganisator Peter Braun, der auf ein festes Stammpublikum zählen kann. Seit langem erstmals wieder dabei war Hartmut Hessel. Und er zeigte sich erstaunt, wie gut es gelaufen ist. Es habe zwar kein riesiges Gedränge geherrscht, stellte er fest, doch das sei vielleicht sogar gut fürs Geschäft gewesen. Da hatten die Leute Platz zum Schauen und Kaufen.